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Festliche Kirchennacht mit ökumenischem Austausch

Die Farbe der Liebe und des Feuers stand ganz im Mittelpunkt der siebenten Offenen Kirchennacht in der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp. Mit mehreren großformatigen Symbolbildern mit Kerzen, Kreuz, Taube, Feuerzungen und Herz hatten Mitglieder der Malwerkstatt der Gemeinde den Altarraum ausgestattet. Dass die Farbe Rot uns auch in unserem Alltag in vielen Situationen, zum Beispiel bei der roten Ampel oder der roten Linie begegnet, davon handelte die Pfingstmeditation, die Irmhild Hartmann, Helga Malcher und Anni Schneider den Teilnehmenden des Abends vortrugen. Dazu erhielten alle einen roten Wollfaden, der als Tauferinnerung am Taufstein befestigt werden konnte und so -über eine Verlängerung zum Kreuz- den lebendigen Anschluss an den „Blutkreislauf“ Jesu symbolisierte.

Der Gemeindechor „Multiple Voice“ leitete mit unterhaltsamen Melodien über zum anderen Schwerpunkt des Abends, nämlich der Begegnung mit Ernestine Nakasunyu Ntabona und Bernardine Ilosyo Pongo, die beide zur Bukavu-Delegation gehören und als Botschafterinnen der baptistischen Partnerkirche Hernes Deutschland besuchen. Die Konfirmandengruppe der Dreifaltigkeitskirche hatte viele Fragen für die beiden Afrikanerinnen vorbereitet, unter anderem zur Situation kongolesischer Kinder und Jugendliche und zur Taufpraxis der Gemeinde.

Zu Begegnungen und Tischgesprächen kam es im dritten Teil des Abends. Die Mitarbeitenden des Frauentreffs hatten an der Ostseite des Kirchenraums ein Buffet zusammengestellt, das sich zusammen mit Wein und Wasser dankbarem Zuspruch erfreute. Mit einem Lichterkreis im Altarraum und einigen stimmungsvollen Liedern endete der Abend mit dem Segen.

 

von links:

  • Symbolbilder der Malwerkstatt am Altar verweisen auf Pfingsten.
  • Der Chor, „Multiple Voice“ stimmte auf den Abend ein.
  • Irmhild Hartmann, Anni Schneider und Helga Malcher tragen die Lebensmeditation zum roten Faden vor.
  • Begegnungen und Gespräch an Tischen im Seitenschiff sowie auf Kirchenbänken sind fester Bestandteil der Offenen Kirchennacht.
  • Der Abendsegen mit Gesang bildete den Abschluss der Feier.

Sie kam aus einem Kurzurlaub an der Ostsee und wusste von nichts. Livia Leichner, Leiterin des Familienzentrums Dreifaltigkeit der Petrus-Kirchengemeinde und seit dem 1. Mai 1991 im Kindergarten an der Holsterhauser Straße 320 beschäftigt: erst als Gruppenleiterin, seit 2002 als Leiterin der Gesamteinrichtung.

Ihre langjährige Kollegin Sabine Wunderling hatte zusammen mit den anderen Mitarbeiterinnen den Überraschungsempfang am 9. Mai eingefädelt: Sämtliche Kinder, Mitarbeiterinnen, ehemalige Kolleginnen und Gäste feierten „ihre“ Leiterin und wünschten ihr noch viele gesegnete Dienstjahre.

Pfarrer Horst Bastert sprach ihr im Namen der Kirchengemeinde den herzlichsten Dank für ihren Dienst an den Kindern und ihren Familien aus und wünschte ihr weiterhin viel Freude, Umsicht und Tatkraft aus dem Glauben für die anspruchsvolle Arbeit am Menschen.

 

 

Der Frühling hält Einzug zeigen uns diese Bilder

 

Die Evangelische Petrus-Kirchengemeinde freut sich über die Inbetriebnahme der neuen integrativen Kindertagesstätte „Löwenherz“. Nach einer Umbauphase von über einem Jahr konnte die Kita im umgebauten Gemeinde- und Pfarrhaus der früheren Christus-Kirchengemeinde an der Wiescherstraße ihren Betrieb am 6. April aufnehmen.

Das Umbauprojekt der Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises Herne konnte in enger Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde umgesetzt werden und betrifft siebzig Kinder und ihre Familien. Die Kinder mussten aus der Kita an der Kronenstraße in Herne-Constantin ausziehen.

Am Eröffnungstag dankte die Geschäftsführerin der Kindergartengemeinschaft, Elisabeth Weyen, während eines Dankgottesdienstes allen beteiligten Handwerkern und Firmen, insbesondere der federführenden Architektin Ellen Klingelhöfer sowie den Erzieherinnen, die in den vergangenen Monaten die Übergangssituation zu bewältigen hatten.

Die Leiterinnen der beiden anderen Kindertagesstätten der Gemeinde, Margit Übler und Livia Leichner, überbrachten Brot und Salz sowie farbig bemalte Kreuze aus Lateinamerika für die vier neuen Gruppenräume. Im Gottesdienst am Eröffnungstag, den Pfarrer Jens-Christian Nehme leitete, bat die Kindergartengemeinde Gott um seinen Segen für das neue Haus.

 

Das Familienzentrum der Evangelischen Petrus-Kirchengemeinde feierte zum zweiten Mal ein Frühlingsfest. Auch wenn sich am 13. April die Sonne nur selten zeigte, tat das dem Betrieb auf dem Kindergartengelände an der Holsterhauser Straße keinen Abbruch.

Leiterin Livia Leichner eröffnete das Fest mit Liedern zum Mitmachen. Die Kinder sorgten für einen fröhlichen Auftakt. Anschließend tummelten sich Kinder, Eltern und Gäste an einem großen Kuchen- und Salatbuffet im Eingangsbereich des Hauses. Draußen konnte nach Herzenslust gespielt und getobt werden.

An zwei Ständen gab es unter Anderem bunte Tütchen mit Blumen- und Gemüsesamen zu erwerben sowie kleine, bei den Kindern sehr begehrte Stoffelefanten.

An bestimmten Samstagvormittagen trifft sich im Souterrain des Gemeindehauses Dreifaltigkeit am Regenkamp die Kreativwerkstatt im Quartier. Die Teilnehmenden malen Bilder, insbesondere mit der Farbe Rot.

Diese Farbe steht für das Feuer des Glaubens und der Liebe. Sie zeigt die Feste im Lauf eines Kirchenjahres an, bei denen Kirche und Gemeinde im Mittelpunkt stehen, also Pfingsten und das Reformationsfest.

Am Abend des Pfingstfestes, dem 15. Mai, werden die Ergebnisse der Arbeiten in der Dreifaltigkeitskirche zu  sehen sein.

Zu weiteren Projekten der Kreativwerkstatt gibt gerne Alexander Klinke Auskunft: Telefon 46109.

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Schuldnerberaterin Susanne Wolf referierte in der Frauenhilfe Dreifaltigkeit

Frauenhilfe ist Diakonie. Darum informieren sich die Frauenhilfen des Kirchenkreises regelmäßig über aktuelle diakonische Themen. Schuldnerberaterin Susanne Wolf gewährte in ihrem Referat vor der Frauenhilfe Dreifaltigkeit den anwesenden Frauen Einblick in ein bedrückendes Spektrum an Problemlagen.

Dass man zum Beispiel Schulden erben kann und dadurch ganze Familien in Not geraten, war den Zuhörerinnen bisher nicht bewusst. Dass junge Erwachsene aufgrund fehlender Lebenserfahrung sich in finanziellen Abwärtsspiralen verfangen und verführerischen Kreditsystemen aufsitzen, dass die Kartenzahlung Einstieg in vielfache Abhängigkeiten bedeuten kann, all das stellte die Leiterin der Herner Schuldnerberatung der Frauenhilfe Dreifaltigkeit bei ihrer ersten Zusammenkunft nach dem Osterfest vor Augen.

Es sei eine Tatsache, dass bei Einkäufen mit Karte bis zum dreifachen mehr gekauft und ausgegeben werde als mit Barzahlung, so Wolf. Sie stellte auch anschaulich dar, wie Kredite jungen und älteren Menschen zur Falle werden können.

Wolf beklagte vor Allem, dass bei sinkenden Einkommen die Energiepreise immer weiter anstiegen, sodass es für manche Familien heiße: Entweder Essen oder Heizen. Immerhin ließen sich durch die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken zum Teil annehmbare Regelungen bei hohen Stromschulden erreichen. Steigen die Schulden auf über einhundert Euro müssten Schuldner mit einer Stromsperre rechnen.

 

Mit einem Brunch feierte der Bereich Dreifaltigkeit an Ostermontag gemeinsam das Fest des Lebens und der Hoffnung. Im Gottesdienst wurden zwei Kinder des Gemeindebereiches getauft: Thilo Wiggershaus und Jonas Keller.

Den Auftakt zur Osternacht bildete wie in jedem Jahr ein Osterfeuer auf dem Kirchvorplatz. An diesem Feuer wurde das Osterlicht mit Hilfe einer Handkerze entzündet und mit in den vollständig dunklen Kirchenraum genommen.

In diesem Jahr beteiligten sich neben dem Chor „Multiple Voice“ unter der Leitung von Axel Lask Laienpredigerin Helga Ruhmann und Presbyterin Christa Blatt als Diakone. Getauft wurde Alissa Jolie Eichholz.

]Ein Höhepunkt der Karwoche, die auch „Heilige Woche“ genannt wird, ist die Feier der Einsetzung des Heiligen Abendmahls.

Seit vielen Jahren organisiert die Frauenhilfe Dreifaltigkeit diesen festlichen Gottesdienst im Kirchenraum. Wie bei der letzten Feier des Passah, das Jesus kurz vor seinem Tod am Kreuz mit den Jüngern in Jerusalem feierte, treffen sich Gemeindeglieder der Petrusgemeinde an geschmückten Tischen im Kirchenraum. Der Gottesdienst beginnt mit dem gemeinsam gesprochenen Beichtgebet und der Zusage der Vergebung der Sünden. Es folgt die in der Passionszeit gekürzte Liturgie, in der aber das Glorialied „Ehre sei Gott in der Höhe“ erklingt.

Die Predigt erfolgt in der Form einer Tischrede. In diesem legte sie die Überlieferung der Einsetzungsworte zum Abendmahl nach Paulus aus (1. Korinther 11, 23-26). „Das Abendmahl weist uns eindeutig an das Kreuz Jesu. Er hat sein Leben zu unseren Gunsten gelebt. Dazu sagen wir Ja am Gründonnerstag und nehmen das Abendmahl als wirksames Zeichen unseres Glaubens dankbar an: als Lebens-Mittel unseres Glaubens.“

Was ist eigentlich eine „Rüstzeit“? Das fragte sich eine Teilnehmerin der diesjährigen „Klausur“ des Presbyteriums unserer Gemeinde. Dass gerade Leitungsverantwortliche sich im Glauben „zurüsten“ lassen, um ihrer Leitungsaufgabe angemessen entsprechen zu können, dass sie sich auch „schlau machen“
für bestimmte Aufgaben und Themenbereiche, das leisten solche „Rüstzeiten“. Wer über den Weg der Kirchengemeinde kompetent mitentscheiden will, braucht dazu auch das nötige „Rüstzeug“. Der Begriff „Rüstzeit“ stammt aus der Zeit der Bekennenden Kirche, als es auch um die weltanschauliche Auseinandersetzung mit der völkischen und rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten ging.
Zu Gast auf der Rüstzeit war Thomas Krieger, Sozialwissenschaftler und Mitarbeiter beim Institut für Ökumene und Weltverantwortung (MÖWE) der Evangelischen Kirche von Westfalen in Dortmund.
Er führte die Mitglieder des Presbyteriums ein in das Themenjahr „Weite wirkt – Reformation und Ökumene“. Er stellte dem Presbyterium die Reformation als eine europäische Bewegung vor, die keinesfalls nur auf den Mann Martin Luther reduziert werden kann. Zu den Wurzeln dieser Bewegung gehören das Auftreten der Waldenser und der böhmischen Brüder, die als Laienprediger wichtige Impulse für die Erneuerung des Glaubens setzten.

Bildzeile: Anhand einer Weltkarte informierte Thomas Krieger (links im Bild) das Presbyterium über die Gründung reformatorisch ausgerichteter Kirchen, die vom Rheinland und von Westfalen ausgingen.