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mit Jahresempfang

Mit einem Dankgottesdienst am Sonntag Estomihi feierten ehren-, haupt- und nebenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Petrus-Kirchengemeinde Herne zum zwölften Mal ihren jährlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterdank., diesmal in der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp. Passend zur Karnevalszeit hatte Mitarbeiterin Irmhild Hartmann zahlreiche bunt bemalte Masken erstellt, die im Seitenschiff der Kirche an der Wand hingen. Ein Anspiel im ersten Teil des Gottesdienstes stellte eine Auswahl der Masken vor, die von der „Versteck-Maske“ und die „Lästerer-Maske“ bis zur „Griesgram-Maske“ reichten. Laienprediger Rüdiger Buschmann thematisierte anhand der Masken die evangelische Freiheit, die in der Gewissheit wurzelt, dass Gott uns als Personen annimmt wie wir sind. Die Selbstannahme, die daraus folgt, macht uns zur dankbaren Mitarbeit in der Gemeinde bereit.

Beim anschließenden Empfang im erweitert genutzten Kirchenraum gab es eine Verlosung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich angesichts der Klimakatastrophe für eine begrenzte Zeit zu umweltbewussterem Verhalten verpflichte hatten. Zu gewinnen gab es unter anderem ein Wochenende mit einem E-Bike sowie Gutscheine zum Einkauf im Herner Weltladen Esperanza.

Pfarrer Horst-Hermann Bastert dankte allen Mitarbeitenden im Namen des Presbyteriums für ihren engagierten Einsatz im vergangenen Jahr und eröffnete ein sorgfältig zusammengestelltes Büffet, das an festlich geschmückten Tischen im Kirchenraum genossen werden konnte.

Bildzeile: Sie freuten sich über den dankbaren Zuspruch und das gesellige Beisammensein der Petrus-Mitarbeiterschaft in der Dreifaltigkeitskirche (von links nach rechts): Astrid Winoto, Marlies Reimüller, Rüdiger Buschmann, Brigitte Heciak, Margret Trappe-Creß, Christa Blatt, Irmhild Hartmann (sitzend), Horst-H. Bastert und Heidi Zebrowski.

Gemeindeglied Klaus-Jürgen Berief (links im Bild) gab mit Pfarrer Jens-Christian Nehme die Gewinner der Verlosung zum Thema Umwelt bekannt.

Mitarbeitende aus allen drei Gemeindebereichen kamen am letzten Sonntag vor der Passionszeit in der Dreifaltigkeitskirche zusammen, im Hintergrund die von Mitarbeiterin Irmhild Hartmann erstellten Masken.

 

 

Zum zweiten Mal traf sich das Presbyterium der Evangelischen Petrus-Kirchengemeinde Herne im Gästehaus der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal zu einer Kurztagung am 7./8. Februar. Als Referent fungierte Pfarrer i. R. Jürgen Dusza, der den sechzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern in kurzer Zeit eine Fülle von Anregungen für die praktische Gemeindearbeit vermittelte.

Es blieb aber nicht bei bloßen Anregungen. In Arbeitsgruppen befasste sich das Gremium mit dem Thema Gottesdienst und entwickelte in Arbeitsgruppen sowohl ein neues Gottesdienstkonzept als auch eine vorläufige Planung für einen konkreten Zielgruppengottesdienst.

Der Fachausschuss für Gottesdienst und Kirchenmusik wird die Entwürfe in seiner Sitzung am 18. März weiterführen und die Umsetzung begleiten, die im zweiten Halbjahr 2020 erfolgen soll.

An der Tagung nahmen zum ersten Mal Rüdiger Buschmann und Klaus-Peter Wilhelm teil, die als neue Presbyter der Gemeinde am 22. März eingeführt werden sollen.

Bildzeile: Auf ihrer jährlichen Rüstzeit kamen die sechzehn Mitglieder des Petrus-Presbyteriums zu guten Ergebnissen.

Ökumenische Vorbereitung des Weltgebetstages

Am ersten Donnerstag im Februar stellte Nora Madry, Mitarbeiterin der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde Herne, den Frauen der Frauenhilfe Dreifaltigkeit den Weltgebetstag 2020 vor, den Frauen aus Simbabwe vorbereitet haben. Dabei konnte sie die Fotos und Texte aus Simbabwe mit eigenen Reiseeindrücken von einer Reise nach Südafrika.

Dass die afrikanischen Frauen einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung ihres krisengeschüttelten Landes leisten auf der Grundlage ihres christlichen Glaubens beitragen, konnte Nora Madry mit ausgewählten Fotos von Selbsthilfeprojekten darstellen. Anschließend beantwortete sie Fragen auch mit Blick auf die politische Lage des Landes, das viele Jahrzehnte durch die harte Hand des Diktators Mugabe geführt wurde.

Der ökumenisch gefeierte Weltgebetstag findet in diesem Jahr am Freitag, dem 6. März, um 15 Uhr, statt mit Frauen aus Herne-Süd und Constantin in der Herz-Jesu-Kirche an der Altenhöfener Straße. Im Anschluss gibt es im Gemeindehaus an der Kirche ein gemeinsames Kaffeetrinken.

Aufmerksame Zuhörerinnen beim Vortrag von Nora Madry

Frauenhilfsleiterin Irmhild Hartmann (rechts) überreichte Nora Madry nach ihrem Vortrag eine Dankesgabe der Frauenhilfe für ihren ökumenischen Einsatz in der Dreifaltigkeitskirche.

 

Sprechender Weihnachtsbaum am Regenkamp

Am letzten Sonntag nach Epiphanias, dem 2. Februar, verabschiedete sich der immer noch festlich geschmückte Tannenbaum von der Gottesdienstgemeinde in der Herner Dreifaltigkeitskirche. Laienprediger Rüdiger Buschmann wollte gerade den Predigttext des Sonntags lesen, als ihm unvermittelt und mit klarer und deutlicher Stimme die sechs Meter hohe Nordmanntanne zuvorkam.

Sie wollte sich am Ende der Weihnachtszeit der Gemeinde noch einmal in Erinnerung bringen. „Meine Aufgabe war es, das Licht von Weihnachten in die Welt zu tragen und mit meinen immergrünen Zweigen auf Gottes Ewigkeit hinzuweisen. „Ihr Menschen, nehmt mein Licht mit in den Alltag des neuen Jahres, auch wenn ich euch heute das letzte Mal leuchte!“

Laienprediger Buschmann bedankte sich bei der „Stimme aus dem Off“ und ergänzte sie mit Hinweisen auf die am 2. Februar anstehenden Feste „Mariä Lichtmess“ und der Geschichte von der Darstellung Jesu im Tempel zu Jerusalem nach Lukas.

Bildzeile: Am letzten Sonntag nach Epiphanias meldete sich der Weihnachtsbaum mit einer abschließenden Betrachtung zu seinen Aufgaben in der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp zu Wort.

 

Partnerschaft in schwieriger Zeit

Thema „Bukavu“ auf dem Bezirksfrauen-Rüsttag des Stadtverbandes Herne

Vom Alltag der Menschen, die im Bereich des Partnerkirchenkreises Bukavu am Kivusee in der Demokratischen Republik Kongo leben, handelte der Vortrag mit Bildern von EWZ-Mitarbeiterin Petra Stach-Wittekind. Dabei erfuhren die Herner Bezirksfrauen nicht nur, dass der Kongo als Land im Herzen Afrikas so groß wie Europa ist, sondern auch welche Bodenschätze dort vorhanden sind. Außerdem finden sich im Kongo fünfzig Prozent der Wasserreserven des afrikanischen Kontinents. Trotzdem hat nur ein Drittel der Landbevölkerung Zugang zu sauberem Wasser und nur drei Prozent der Landfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Fast die Hälfte der unter fünfjährigen Kinder sind unterernährt und 81 Prozent der Bevölkerung hat keinen ausreichenden Wohnraum. Für einhunderttausend Menschen stehen durchschnittlich nur 10,5 Personen als Personal für das Gesundheitswesen zur Verfügung (in Deutschland 176).

Im Kongo wird die Kirche auch für zivilgesellschaftliche Aufgaben dringend gebraucht. So unterstützt der Kirchenkreis Herne den Betrieb und die Erweiterung eines großen Schulzentrums. Wenn die Partner vor Ort Ideen für lebensverbessernde Projekte haben, helfen Spenden aus Deutschland. Die Vorsitzende des Stadtverbandes der Herner Frauenhilfen, Karin Stach, dankte Frau Stach-Wittekind für ihren Vortrag. Die Kollekte für Bukavu ergab 230,– Euro.

Petra Stach-Wittekind (Mitte) dankte den Bezirksfrauen für die Bukavu-Kollekte. Irmhild Hartmann (rechts), stellvertretende Vorsitzende, trug den Jahresbericht vor, Pfarrerin i.R. Birgit Bastert (links), geistliche Begleiterin, hielt die Andacht.

Karin Stach (zweite von rechts) und Pfarrerin i.R. Birgit Bastert begrüßten Heike Lach (dritte von rechts, Frauenhilfe Sodingen) als neue Bezirksfrau und verabschiedeten Ruth Beyer (erste von links, Frauenhilfe Baukau) sowie Irmgard Hunikel und Marlies Osterloh (nicht mit im Bild), die ihren Dienst beendeten.

 

„Freue dich“ – das Weihnachtskonzert in der Ev. Christuskirche Herne

Im mit drei Weihnachtsbäumen festlich geschmückten Kirchenraum hatten sich wie jedes Jahr unzählige Zuhörer eingefunden, um sich durch das Weihnachtskonzert des „Jungen Chors Herne“ auf die weihnachtlichen Festtage einstimmen zu lassen

Die vier Werke, die zur Aufführung kamen, stammten aus ganz unterschiedlichen Zeiten und waren daher stilistisch sehr verschieden gestaltet. In der fünfstimmigen Motette „Übers Gebirg Maria geht“ von Johannes Eccard (1553-1611) zu Beginn waren die Stimmen unabhängig geführt, aber aus dem gleichen melodischen Material komponiert. Inhaltlich ging es in der ersten Strophe um den Besuch der schwangeren Maria bei ihrer mit Johannes dem Täufer schwangeren Base Elisabeth, was Maria zu ihrem großen Lobgesang veranlasste, als Refrain nach jeder der drei Strophen gesungen, die das Nachfolgen zum Thema hatten. Zwischen die Verse wurde zweimal ein solistisch besetztes Ave Maria eingeschoben und so die Bedeutung der Maria für die Gläubigen unterstrichen.

  Das zweiteilige Choralkonzert „Puer natus in Bethlehem“ von Michael Prätorius (1571-1621) mit gemischt lateinischem und deutschem Text war musikalisch sehr eindrucksvoll:  Dem solistischen Bericht von der Geburt Jesu schloss sich jeweils der temperamentvolle Jubelruf des Chores „Singet, jubilieret, triumphieret“ an, bevor beide Teile in den von Solisten und Chor gemeinsam gesungenen Jubel „Ein Kind geborn zu Bethlehem“, des freuet sich Jerusalem. Hallelujah“ mündeten, einem alten Kirchenlied.

In der Kantate „Vom Himmel kam der Engel Schar“ von Johann Schelle (1648-1701), einem Vorgänger von J. S. Bach als Thomaskantor in Leipzig, wurde die Weihnachtsgeschichte nach dem lutherischen Weihnachtslied EG 25, dem die Darstellung des Evangelisten Lukas zugrunde liegt, erzählt. Komponiert war das Werk sehr abwechslungsreich: Im ersten und letzten Vers lag die Melodie im 1. Sopran, die von den übrigen Chorstimmen musikalisch abgewandelt wurde. Die Verse 2 und 5 waren dem Solosopran anvertraut, dem sich jeweils eine Bestätigung durch den Chor anschloss. Die alle erfassende Fröhlichkeit des 3. Verses unterstrichen der tänzerische Dreivierteltakt und der motettische Stil, bei dem alle Stimmen den Text nacheinander vortragen, die Schelle wählte. Sehr dramatisch kam der 4. Vers daher mit dem Text „Lasst zürnen Tod und Teufel“, bei dem die Liedmelodie im Bass liegt, und die Textzeile „Dem sei Trotz, der’s nicht lassen kann“ in Vers 5 mit den Trotz-Einwürfen des Chores erinnerte an Bach.

Und ein Werk von Johann Sebastian Bach (1685-1750) bildete auch den krönenden Abschluss dieses wunderbaren Weihnachtskonzertes. Mit der Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar“ für Solisten, Chor und einem mit Bläsern und Streichern groß besetzten Orchester wurde auf die Bedeutung von Jesu Geburt hingewiesen und Johannes der Täufer, der Vorbereiter, gepriesen. Während der mitreißende Chorsatz „Freue Dich“ zu Beginn und am Ende des Werkes, instrumentiert mit drei stahlenden Trompeten, der puren Freude Ausdruck verlieh, konnten die drei Solisten in Rezitativen und virtuosen Arien, die Gott für seine Treue loben und dem dankbaren Menschen den Himmel in Aussicht stellen, zeigen, was sie technisch vermochten.

So sang der Bariton Christian Palm sehr versiert und klanglich ausgewogen vom Kommen des lange angekündigten Johannes. Michaela Günter forderte die Gläubigen in ihrer von solistischen Oboen begleiteten Arie mit erstaunlichem Tempo zum Laufen auf, um den Heiland nicht zu versäumen. Denn, wie in der Bass-Arie zu erfahren war, erneuert Gott in Jesus seinen Bund mit den Menschen. Corinna Kuhnen schließlich sang mit glockenreinem Sopran von dem ungeduldigen Gläubigen, der endlich Gott einen Dankaltar errichten 

Auch in diesem Jahr öffneten sich in der Adventszeit wieder um 18 Uhr Fenster und Türen in unseren Gemeinden St. Konrad, Herz-Jesu und Petrus. Herne-Süd feierte den Advent wie immer ökumenisch.

In diesem Jahr wurde der Ökumenische Adventskalender bei einem Treffen im Gemeindehaus an der Düngelstraße gemeinsam vorbereitet. Pfr. Meinolf Mika und Pfarrer Horst-Hermann Bastert freuten sich über einige Teilnehmende, die wieder neu dabei waren und einige, die sich zum ersten Mal beteiligten.

Es beteiligten sich einzelne Familien sowie ganze Nachbarschaften, wie die Siedlergemeinschaft an der Viktor-Halstrick-Straße oder das Mehrgenerationenhaus an der Straße-des-Bohrhammers. Auch zwei Seniorenzentren waren wieder dabei, nämlich die Seniorenwohnanlage am Koppenbergs Hof und Dasd DRK-Haus am Flottmannpark.

Auch Kirchliche Gemeinschaften wie der Liturgiekreis der Herz-Jesu-Gemeinde oder die Kolpingfamilie der St.-Konrad-Kirche gestalteten eine adventlich-besinnliche Stunde mit Liedern, Gebeten und ökumenischem Beisammensein.

Bildzeilen: Gemeinsames Singen im Vereinslokal des Herner-Turn-Clubs an der Jean-Vogel-Straße

Ehepaar Hegh lud ein in den Hof der Bäckerei an der Walter-Bälz-Straße.

Bei Werner und Angelika Hütter begleitete eine Akkordeonspielerin das gemeinsame Singen.

Am 6. Dezember ließ der heilige Nikolaus es sich nicht nehmen, im Seitenschiff der Dreifaltigkeitskirche das ökumenische Treffen mit seinem besuch zu beehren

Schon beim Vortreffen im Gemeindehaus an der Düngelstraße kam Adventsfreude auf (Foto: Günter Mydlak).

Klavierkonzert im Advent mit Kontrasten

Der Advent veraltet nicht. Wir bekommen Bekanntes immer wieder auf neue Weise dargeboten.

Das zeigte sich auch am Vorabend des Ersten Advents in der Dreifaltigkeitskirche der Petrus-Kirchengemeinde Herne bei einem Klavierkonzert des japanischen Pianisten Dai Asai. Er bot seinen Zuhörerinnen und Zuhörern mit Stücken von Wolfgang Amadeus Mozart und Fréderic Chopin eine emotionale Einstimmung in die Zeit des Wartens auf Weihnachten. Mozarts Fantasie d-Moll begann mit einer nachdenklich, erwartungsvollen Stimmung. Sie setzte sich nicht hektisch, sondern festlich und zielstrebig fort mit der Klaviersonate A-Dur. Das bekannte Ausgangsmotiv wurde am Ende wieder aufgenommen und mündete in einen sehr zuversichtlichen, freudigen Ton.

Dass im Advent Gottes etwas Fremdes und Gewaltiges auf die Menschheit zukommt, deuteten die beiden Chopin-Stücke an: Nämlich die Polonaise-Fantasie As-Dur op 61 sowie die Nocturne c-Moll. Sie eröffneten in Kontrast zu Mozart neue Klangräume und deuteten mit Klängen wie von fern den Weg zur Weihnacht an. Zum Abschluss gab es die Andante spianato et grande polonaise brillante in Es-Dur op 22 mit spielerisch -luziden Tonfolgen und vielen Wechseln von leise zu laut.

Von der Zuhörerschaft gab es begeisterten Applaus für eine Stunde Klaviermusik mit höchster Präzision und Ausdrucksstärke.

Bildzeile(:von links)  Der japanische Pianist Dai Asai stimmte am Vorabend des 1. Advents die zuhörende Gemeinde ein auf das, was im Advent auf sie zukommt.

Nach dem Konzert danken viele Besucherinnen und Besucher dem Pianisten für seinen Vortrag.

Die frühere Mitarbeiterin der Petrusgemeinde, Walburg Speitel, die selbst Klavier spielt,  freut sich über das jährliche Wiedersehen mit Dai Asai.

Invitation-Chor präsentierte vielseitiges Konzert in der Dreifaltigkeitskirche

Ein Konzert mit geistlichem Mehrwert präsentierte am 2. Adventssonntag, dem 8.Dezember, auf vielseitige Weise der Chor „Invitation“ der Städtischen Musikschule Herne unter der Leitung von Joachim Stückemann.

Schon die Ankündigung des ersten Stückes „Kein Ohr hat mehr gehört solche Freude“ (Wachet auf, ruft uns die Stimme, aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy) war ein Wegweiser dafür, wohin es in der Adventszeit geht, nämlich in Richtung Weihnachten. Dabei zogen der sechzigköpfige Chor zusammen mit Solisten und Ensembles alle Register ihres Könnens. Die besondere Akustik in der in die Breite gebauten, voll besetzten Dreifaltigkeitskirche, verlangte den Stimmen Einiges ab.

Deutschsprachige Lieder und Stücke hielten sich die Waage mit den Kompositionen aus dem angelsächsischen Bereich. Die ruhigen und meditativen Stücke bildeten schließlich die Grundlage für die gesteigerte Freude, mit der man schließlich beim Weihnachtsfest ankam.

Zur meditativen Atmosphäre trugen auch die Instrumentalstücke von Dario Rosenberger (Waldhorn) und Gerald Gatawis (Klavier) bei. Das „canto serioso“ für Horn in F und Klavier des dänischen Komponisten Carl Nielsen beeindruckte genauso wie das „Kaddish für Horn solo“ aus der jüdischen Tradition.

Zwei Solistinnen, nämlich Annemarie Herling und Annabell Schüppen, zeigten im Sopran ihr Können beim Requiem „Pie Jesu“ aus der Bearbeitung von Andrew Lloyd Webber, das laut Programm 1986 als beste zeitgenössische Komposition ausgezeichnet wurde.

Dass der Advent auch schöpfungstheologisch betrachtet und gefeiert werden kann, zeigte das Stück „Schau auf die Welt“, das John Rutter als Loblied auf die wunderbare, aber vom Menschen stark bedrohte Schöpfung, geschaffen hat. Der Advent Gottes ruft die Menschen zur Umkehr, damit sich die Freude am Heiland der Welt wirklich eine Bahn brechen kann. Anders war Weihnachten noch nie zu haben.

Insofern war es im Gesamteindruck ein wirklich inspirierendes Konzert, das mit mehreren Zugaben abgeschlossen und von immer wieder begeisterndem Beifall begleitet wurde.

Horst-Hermann Bastert

Gerald Gatawis am Klavier

Foto: Kai Grothe

Fragen des Gottesdienstes und Wahlen im Mittelpunkt

Gemeindeversammlung der Petrusgemeinde im Lutherhaus

Am Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres trafen sich die Gemeindeglieder der Petrus-Kirchengemeinde nach einem zentralen Gottesdienst im Lutherhaus in Herne-Süd zur jährlichen Gemeindeversammlung. Hauptthema war der Beginn des Wahlvorschlagsverfahrens für die Wahlen zum Presbyterium am 1. März 2020.

Über den derzeitigen Stand der Gemeindearbeit berichtete Pfarrerin Birgitta Zeihe-Münstermann. Sie bedankte sich bei  den Mitarbeitenden für die Unterstützung bei der Durchführung eines Kirchenasyls und benannte als wichtigen Arbeitsschwerpunkt der Gemeinde die Zusammenarbeit mit den drei Kindertageseinrichtungen der Gemeinde, insbesondere die offizielle Einweihung der Christuskirche als „Kinderkathedrale“.

Bei der sich anschließenden lebhaften Aussprache votierte die Versammlung für die Beibehaltung der Uhrzeit zentraler Gottesdienste um 10 Uhr. Der Einsatz von Beamertechnik  in den Gottesdiensten des Lutherhauses sollte mit Augenmaß und abgestimmt auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden erfolgen.