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Religionskurs des Wirtschaftsgymnasiums besucht die Dreifaltigkeitskirche

Am Mittwoch vor dem Ersten Advent besuchten 25  Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 des Wirtschaftsgymnasiums am Mulvany Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Herne die Dreifaltigkeitskirche. Die Klasse wurde begleitet von ihrem Religionslehrer Pfarrer Dr. Horst Hoffmann. Grund des Besuches war einerseits das Interesse, einen Kirchenraum zu erkunden und etwas über das Tätigkeitsfeld eines Gemeindepfarrers zu erfahren.

Dass man einen Kirchenraum auch über das Gehör erfahren kann, erfuhr die Gruppe als Erstes. Mit geschlossenen Augen sich auf Geräusche zu konzentrieren, gehört zu den Übungen, die Kirche als ein Haus des Hinhörens zu erfahren. Kanzel, Bibel und Lesepult sind Zeichen dafür, dass der Glaube aus dem Hören kommt. Die muslimischen Schülerinnen und Schüler fragten nach den gemeinsamen Wurzeln der drei Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam und nach dem Ursprung des Wortes „Gott“. Auch die Frage, ob Christen an das Paradies als Ziel ihres Lebens glauben, wurde gestellt. Bei den christlichen Festen und Feiertagen wussten die jungen Leute in der Regel gut Bescheid.

Pfarrer Horst Bastert beschrieb seine Aufgaben der Verkündigung, Seelsorge und Bildung und gab Infos zum Leben der Kirchengemeinde. Schließlich verschaffte sich die Gruppe noch einmal einen Überblick von der Orgelempore in den gesamten Kirchenraum.

Der Herrnhuter Stern leuchtete zum Beginn des Advents vom Eingang der Dreifaltigkeitskirche in den Gemeindesaal am Regenkamp.  Achtzig Zuhörerinnen und Zuhörer hatten sich versammelt, um sich mit anspruchsvoller Klaviermusik feierlich auf die Festzeit einzustimmen. Zum achten Mal  war der japanische Pianist Dai Asai Gast der Petrus-Kirchengemeinde und trug Stücke von Franz Schubert, Robert Schumann und Fréderic Chopin vor. Dazu gehörte zunächst die bekannte Leitmelodie des Stückes Improptu As-Dur op. 142-2 von Schubert und später die Fantasie C-Dur op. 17 von Schumann. Diese Stücke bildeten die Vorbereitung für verschiedene Etüden von Chopin, so die „Revolutionsetüde“, der „Sternenregen“,  „Wintersturm“ sowie zum Abschluss das Scherzo b-moll op. 31. Dai Asai trug die Stücke mit großer Konzentration und Hingabe am weißen Flügel des Gemeindesaals am Regenkamp vor. So wurde der Saal für 90 Minuten zum Konzertsaal mit dem Ausblick auf den Höhepunkt des Jahres, dem Weihnachtsfest.

Bildzeilen: Pfarrerin Birgit Bastert kündigt den Pianisten an, der in diesem Jahr bereits siebenmal in Japan gastierte.

Dai Asai bot im Schein der ersten Adventskerze der Zuhörerschaft sein meisterliches Klavierspiel dar.

Im Anschluss an das Konzert nahm er den Applaus und viele persönliche Dankesworte entgegen.

Kunstinteressierte aus Roermond besuchten die Dreifaltigkeitskirche

Am vorletzten Sonntag im Oktober besuchte eine kunstinteressierte Gruppe aus den Niederlanden die Dreifaltigkeitskirche. Anlass für den Besuch waren die fünf Glasfenster der Kirche. Pfarrer Horst Bastert erläuterte der Gruppe die Entstehungsgeschichte der bleiverglasten Fenster, die als abstrakte Komposition Industrieformen darstellen. Sie stammen von der Dortmunder Künstlerin Hilde Schulte-Hoffmann, die im vergangenen Jahr leider verstarb. Das Motiv der aus mundgeblasenem Dresdener Glas gefertigten Fenster versteht sich aus der Historie der am 13. Juni 1965 eingeweihten Kirche als Kirchenbau einer Kohle- und Stahlregion.

Auf großes Interesse stieß auch das Polyesterkreuz von Heinrich Brockmeier, das zur theologischen Auseinandersetzung über die Frage nach Sinn und Bedeutung des Leidens und Sterbens Jesu Christi herausfordert. Nach dem Hören einiger Orgelstücke, die ein Mitglied der Gruppe darbot, bedankte sich die Gruppe für die Möglichkeit des Kirchenbesuches und machte sich nach einer Kaffeepause auf den Rückweg nach Roermond.

Bildzeile: Eine Gruppe aus Holland fand den Weg in die Herner Dreifaltigkeitskirche und besichtigte die Glasfenster von Hilde Schulte-Hoffmann.

Am ersten Samstag im Oktober trafen sich die Englandfahrer im Gemeindezentrum Dreifaltigkeit am Regenkamp zu einem gemütlichen Beisammensein. Der Tischschmuck hatte erkennbar britisches Aussehen. Die Gruppe sah sich gemeinsam Fotos von ihrer Reise nach Cornwall an.

Die Überraschung nahte nach einer knappen Stunde. Herein kam Astrid Kern in der Verkleidung einer schottischen Dudelsack-Musikerin. Sie gab den erstaunten Englandfahrern eine Kostprobe ihres Könnens und erläuterte zwischendurch die Funktionsweise ihres Instrumentes sowie den Hintergrund der Musik. Die Gruppe dankte es ihr mit begeistertem Applaus und sang auf Deutsch mit Dudelsackbegleitung „Amazing Grace“.

Bildzeilen:

Ein musikalischer Auftritt, der den Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben dürfte: die Wattenscheiderin Astrid Kern mit ihrem Dudelsack.

Die auf Leinwand projizierten Fotos weckten Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes und schöne Stunden in Südengland.

Christina Klinke-Lupazewski stellte Ereignisse und Atmosphäre der Reise in ihrem eigens verfassten Bericht der Gruppe noch einmal vor.

 

„Trauer ist eine normale Reaktion auf einen bedeutenden Verlust“, stellte Karola Rehrmann in ihrem Referat vor der Frauenhilfe der Herner Dreifaltigkeitskirche fest. Die Seelsorgerin der Palliativstation des Evangelischen Krankenhauses Herne und Koordinatorin im ambulanten Hospizdienst betonte die Notwendigkeit der Trauer als Modus, eine Verlusterfahrung zu verarbeiten. Dabei komme es darauf an, dass der Trauernde selbst entscheidet, was in der Trauer für ihn oder sie gut und richtig ist. Körperliche und seelische Reaktionen wie Herzbeschwerden, Schlafstörungen oder auch zeitweiser sozialer Rückzug kommen vor und seien normal.

Besonders weh tut es den Betroffenen, wenn sie merken, dass ihnen Mitmenschen aus Unsicherheit aus dem Weg gehen. Eine behutsame Ansprache ist dagegen hilfreich. Trauerarbeit ist Erinnerungsarbeit. Dazu gehören Gefühle wie Liebe, Schmerz, Sehnsucht, aber auch bisweilen Wut oder Angst. In Fällen erschwerter Trauer sollten Betroffene professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Die Petrus-Kirchengemeinde bietet Trauernden an, das nächste Trauercafè am 14. Oktober, um 15.00 Uhr, im Lutherhaus zu besuchen. Dort besteht die Möglichkeit, sich über eigene Trauererfahrungen mit Anderen auszutauschen oder einfach nur zuzuhören.

HB

Bildzeile: Eine Orchidee erhielt Karola Rehrmann aus den Händen von Frauenhilfsleiterin Irmhild Hartmann

als Dankeschön für ihren Vortrag im Gemeindehaus am Regenkamp.

Cornwall – Rundreise  der Ev. Petruskirchengemeinde Herne 

Im Frühtau um 6.00 Uhr, versehen mit dem Reisesegen von Herrn Pfarrer Bastert, ging es los: 33 Personen fanden ihren Platz im Bus, und Frank Friese, der Beste aller Busfahrer,  gab Gas.

Über Holland, Belgien und Frankreich ging es nach Calais und mit der Fähre  setzte man bei Sonnenschein und ruhiger See über nach Dover. Entlang der Küste wurde die Fahrt fortgesetzt nach Brighton. Beim Abendessen hatte man wohl nicht mit dem Appetit der „Germans“ gerechnet. Die Platten mussten recht bald nachgefüllt werden.

Am nächsten Tag zeigte eine Stadtführerin der Herner Gruppe die Eleganz und den Reichtum dieser ehemals als Eldorado für gehobene Ansprüche bekannten Bäderstadt, in der auch der indische Autor  Rudyard Kipling lange Zeit gelebt hat.

Danach Weiterfahrt nach Exeter, wo die Reisegruppe am nächsten Morgen voller Andacht und Bewunderung die Kathedrale von Exeter besichtigte.

Weiter durch das Dartmoor: Passend zur Landschaft änderte sich das Wetter: tiefhängende Wolken, Nieselregen, alles grau in grau. Schemenhaft tauchten Schafe und Rinder auf den Hügeln auf. Ein wildromantisches Bild bot sich den Fotofreunden.

Die Fahrt nach Newquay wurde unterbrochen für einen Besuch der Ruine Tintagel, wo König Artur der Sage nach angeblich mit seinen Mannen zu Tisch saß. Von der Burg war außer einigen Mauerresten nicht mehr viel zu sehen, dafür war der Meerblick umso grandioser und das wieder bei herrlichstem Sonnenschein.

Am Sonntag gab es einen halben Ruhetag. Erst um die Mittagszeit führte ein Ausflug über die Stadt Truro mit einer imposanten Burg weiter zu  „Enys Gardens“, einem Paradies mit wild wachsenden exotischen Pflanzen.

In dem kleinen Cafe servierte ein exotisch gekleideter junger Mann, geschmückt mit Indianerfedern im Haar, den berühmten Cream Tea.

Am Montag startete die Gruppe zur Küstentour: St. Michals Mount, ein lebhafter, gut besuchter Badeort, mit einem prägnanten  Felsen, Land´s End, wo ein ziemlicher Touristenrummel tobte mit Karussels, Shows etc., und schließlich die malerische Künstlerstadt St. Ives.

Nach drei Nächten in Newquay fuhr man weiter nach Bristol. Auf dieser Strecke lag das Sehnsuchtsziel vieler Frauen: Prideaux Place, das Schloss, in dem viele Pilcherfilme gedreht wurden. Eine elegante Dame führte durch das mit Kostbarkeiten aller Art geschmückte Anwesen. Die jeweiligen Besitzer hatten ihren Reichtum u.a. damit erreicht, dass sie gut betuchte Adelstöchter heirateten.

Übrigens: die Straßen in Cornwall sind so schmal, dass der Bus schon bei normaler Fahrt regelmäßig  das Buschwerk an den Seitenrändern streifte. Der Busfahrer hatte so manches schwierige Hausweichmanöver zu bestehen.

Auf der Fahrt nach Bristol lag noch ein weiterer Zwischenstop: die Bäderstadt Bath.

Nach einer Nacht in einem besonders schönen Hotel gab es am nächsten Tag noch ein Highlight: ein Besuch in Oxford mit ihrer berühmten Universität. Stadtführer Christoph erklärte, wer und wie man es schafft, in diesem Olymp der Wissenschaft studieren zu können. Nur außergewöhnlich begabten Menschen wird dieses Privileg zuteil, wobei ein spendabler Vater nicht unbedingt ein Hindernis ist.

Eine letzte Übernachtung in Brighton im Hotel, das man von der Hinfahrt schon kannte.  Eine kleine Überraschung: im Hotel war  das englische Lieblingsbier ausgegangen. Die „Germans“ hatten doch tatsächlich ein Fass leergetrunken!

Am nächsten Morgen hieß es dann endgültig  Abschied nehmen von England. Ab Dover wieder eine herrliche Überfahrt, doch mit etwas Wehmut im Herzen. Diese Reise hat  allen nicht nur die Landschaft von Cornwall mit all ihren Schönheiten, sondern auch die Menschen dort näher gebracht.

Christina Klinke – Lupazewski

von links:

bei der Stadtführung in Oxford,  im Seebad Brighton,  die Kathedrale von Exeter

die Clapperbridge in Dartmoor,

Schwieriges Ausweichmanöver auf der Landstraße

Reisegruppe aus England zurückgekehrt

Mit vielen schönen Eindrücken ist die England-Reisegruppe unserer Kirchengemeinde am 18. August wohlbehalten wieder in Herne angekommen. Die Gruppe hatte den Süden Englands, die Region Cornwall, acht Tage lang mit dem Bus erkundet.

Über Calais und Dover ging es nach Brighton, Exeter, Newquai, ‚St. Ives  und Land´s End. Auf der Rückreise machte die Gruppe einen Zwischenstopp in Oxford. Die Reiseteilnehmerinnen und -teilnehmer konnten sich über wunderschöne Landschaftsansichten bei bestem Sommerwetter freuen.

Ein besonderes Lob bekam der Busfahrer von Grafs-Reisen, der sich nicht nur als sicherer Fahrer, sondern auch als kompetenter Reiseleiter und umsichtiger Gruppenbegleiter erwies.

Ihre Birgit Bastert

Die Reisegruppe vor dem Bilderbuchschloss Prideaux Place

Mit dem Schiff unterwegs in Bochum

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? An diese Maxime hielten sich die Frauen der Frauenhilfe Dreifaltigkeit am ersten Donnerstag des Sommermonats August. Zunächst ging es von der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp zum Bochumer Planetarium. Dort nahmen sie an einer Zeit- und Raumreise in die unendlichen Weiten des Universums teil. Sie erfuhren viel Wissenswertes über den Aufbau und die Geschichte der eigenen Galaxis. Sie staunten über die Einzigartigkeit des blauen Planeten Erde, der Leben aufgrund einer umfassenden Ordnung um ihn herum ermöglicht. Die musikalische Begleitung der Reise leitete zum Nachdenken über das große Wunder der geschaffenen Welt an.

Nach der eindrucksvollen Vorstellung brachte der Bus die Frauenhilfe (mit vier Alibi-Männern) zum Mittagessen an den Kemnader Stausee. Zum Gasthaus Oeveney ging es zu Fuß bergab. Dort warteten schon kühle Getränke und vier vorbereitete Gerichte zur Auswahl.

Das Ufer des Kemnader Sees erreichte die Gruppe ebenfalls zu Fuß. Eine Stunde lang konnten die Frauen den See aus unterschiedlichen Perspektiven wahrnehmen. Jetzt wissen sie, was es mit der Uferseite „Gibraltar“ und dem „Kap Schnaps“ auf sich hat. Ebenso erfuhren sie vom Schiffsführer, warum es einen Leuchtturm am See gibt Wieder in Herne angekommen, dankte Pfarrer Horst Bastert Leiterin Irmhild Hartmann für die sorgfältige Vorbereitung des Sommerausfluges, den alle in bester Erinnerung behalten werden.

von links: Gespannt betreten die Frauenhilfsmitglieder den Kuppelraum des Bochumer Planetariums.

Im Gasthaus Oeveney entspannte sich die Gruppe bei gepflegten Getränken und einem leckeren Mittagessen.

Vor der Abreise gab es noch Zeit für Gespräche.

Die Frauenhilfe geht um eine Erfahrung reicher wieder von Bord.

 

Kammerkonzert des „trio contemporaneo in der Dreifaltigkeitskirche

Herne. Mit einer außergewöhnlichen Spannweite überraschte das „trio contemporaneo“ am 15. Juli eine aufmerksame Zuhörerschaft in der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp. Die Solisten Tamara Buslova, Benjamin Nachbar und Günther Wiesemann boten ein Kammerkonzert, das klassische Musik des 19. Jahrhunderts im Wechsel mit modernen Kompositionen darbot. Günther Wiesemann umkreiste mit seiner Komposition „Um Friede, um Gnade II“ die Metapher der „festen Burg“ des bekannten Lutherliedes. Dabei wurde deutlich, dass die „feste Burg“ für unsere Zeit mit der dringenden Bitte um Frieden („Dona nobis pacem!“) ergänzt werden muss, soll das Reformationsjubiläum 2017 nicht so fragwürdig verlaufen wie im Weltkriegsjahr 1917.

Insofern bot das „trio“ keine Musik zum Abschalten, sondern eher zum Wachwerden und genauem Hinhören.  Gerade die Orgel vermittelte mit durchdringenden hohen und tiefen Tönen den Eindruck eines Ringens mit dem Chaos. Einen anderen Ton schlug Wiesemanns Stück „Von der Neuheit des Himmels“ an, in dem sich wie in einem Wasserfall aus Tönen die Schöpfung dynamisch zu Gehör brachte. Hierzu setzte Wiesemann verschiedene Schlaginstrumente neben Orgel und Viola ein, wie Vibraton, Gong und Röhrenglocken (Klangstäbe). Worte, Töne und auch das Licht im Kirchenraum verschmolzen während der Aufführung zu einer Einheit.

Solist Benjamin Nachbar bewies im Zusammenspiel mit Tamara Buslova erneut sein virtuoses Können auf der Viola und erfreute die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Stücken von Johann Christian Bach, Nicola Paganini, Robert Schumann und Friedrich Anton Hoffmeister. So hatte dann der ein oder andere Zuhörer doch noch die Möglichkeit, mit der Musik zu träumen.

rechts:Pfarrerin Birgit Bastert dankte dem „trio“ nach dem wohlverdienten Applaus mit drei Blumensträußen.

Benjamin Nachbar, Mitglied unter anderem im Folkwang-Kammerorchester, begeisterte mit seinem Spiel auf der Viola.