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Mitarbeiten an der „Fülle des Lebens“

Die Vorsitzende der Westfälischen Frauenhilfe, Inge Schnittker, sprach beim Bezirksfrauentag des Stadtverbandes Herne zum Thema: „Was bewegt unsere Frauenhilfen vor Ort?“ Dass aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen die Frauenhilfen in den Kirchengemeinden keinen leichten Stand haben, konnte Frau Schnittker aus eigener Erfahrung heraus nur unterstreichen. Dazu gehöre auch die abnehmende Wahrnehmung der Frauenhilfsarbeit in den Kirchenkreisen. Hie gelte es, schon in der Ausbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer wirksam gegenzusteuern.

„Bei uns wissen manche Frauen gar nicht, was Frauenhilfe eigentlich ist“, sagte eine Bezirksfrau. Inge Schnittker machte den siebzig Bezirksfrauen Mut, trotz aller Veränderungen die Hoffnung nicht aufzugeben und an positive Erfahrungen anzuknüpfen: „Wir tun, was wir tun können.“ Es komme darauf an, in authentischer Weise für die eigene Arbeit einzustehen. Frauen kommen dann in Frauenhilfen oder Abendkreise, wenn sie persönlich angesprochen und mitgenommen werden.

Eine Bezirksfrau wies darauf hin, dass es auch Frauen gibt, die sich viele Freizeitangebote gar nicht leisten können. Frauenhilfe könne eine sehr anziehende Gemeinschaft sein, in der man herzlich aufgenommen wird.

Dass der Landesverband Mitgliedsbeiträge und Spenden braucht, um diakonische Einrichtungen zu betreiben, das zeigte auch die Kollekte von dreihundert Euro, die an diesem Nachmittag für das Soester Frauenhaus und das Projekt „Tamar“ für Hilfen ausstiegsbereiter Frauen aus der Prostitution zusammenkam.

Bildzeile: Pfarrerin i. R. Birgit Bastert und Karin Stach, Vorsitzende des Herner Stadtverbandes, freuten sich über den positiven Zuspruch von Inge Schnittker (im Bild dritte von links), amtierende Vorsitzende der westfälischen Frauenhilfe. Mit auf dem Bild: Elfriede Giwjorra, Gisela Stahl und Heidi Müller.

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