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Invitation-Chor präsentierte vielseitiges Konzert in der Dreifaltigkeitskirche

Ein Konzert mit geistlichem Mehrwert präsentierte am 2. Adventssonntag, dem 8.Dezember, auf vielseitige Weise der Chor „Invitation“ der Städtischen Musikschule Herne unter der Leitung von Joachim Stückemann.

Schon die Ankündigung des ersten Stückes „Kein Ohr hat mehr gehört solche Freude“ (Wachet auf, ruft uns die Stimme, aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy) war ein Wegweiser dafür, wohin es in der Adventszeit geht, nämlich in Richtung Weihnachten. Dabei zogen der sechzigköpfige Chor zusammen mit Solisten und Ensembles alle Register ihres Könnens. Die besondere Akustik in der in die Breite gebauten, voll besetzten Dreifaltigkeitskirche, verlangte den Stimmen Einiges ab.

Deutschsprachige Lieder und Stücke hielten sich die Waage mit den Kompositionen aus dem angelsächsischen Bereich. Die ruhigen und meditativen Stücke bildeten schließlich die Grundlage für die gesteigerte Freude, mit der man schließlich beim Weihnachtsfest ankam.

Zur meditativen Atmosphäre trugen auch die Instrumentalstücke von Dario Rosenberger (Waldhorn) und Gerald Gatawis (Klavier) bei. Das „canto serioso“ für Horn in F und Klavier des dänischen Komponisten Carl Nielsen beeindruckte genauso wie das „Kaddish für Horn solo“ aus der jüdischen Tradition.

Zwei Solistinnen, nämlich Annemarie Herling und Annabell Schüppen, zeigten im Sopran ihr Können beim Requiem „Pie Jesu“ aus der Bearbeitung von Andrew Lloyd Webber, das laut Programm 1986 als beste zeitgenössische Komposition ausgezeichnet wurde.

Dass der Advent auch schöpfungstheologisch betrachtet und gefeiert werden kann, zeigte das Stück „Schau auf die Welt“, das John Rutter als Loblied auf die wunderbare, aber vom Menschen stark bedrohte Schöpfung, geschaffen hat. Der Advent Gottes ruft die Menschen zur Umkehr, damit sich die Freude am Heiland der Welt wirklich eine Bahn brechen kann. Anders war Weihnachten noch nie zu haben.

Insofern war es im Gesamteindruck ein wirklich inspirierendes Konzert, das mit mehreren Zugaben abgeschlossen und von immer wieder begeisterndem Beifall begleitet wurde.

Horst-Hermann Bastert

Gerald Gatawis am Klavier

Foto: Kai Grothe

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