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Besuch auf dem Bauernhof

„Boah, sind die groß!“  „Oh, so viele!“ Schon bei der Ankunft auf dem Hof vom Bauern Große-Lahr, dem „Kürbisbauern“ aus Herne kamen die Kinder des Ev. Familienzentrum von der Holsterhauserstrasse nicht aus dem Staunen heraus.

Bauer Max und sein Vater begrüßten die Kinder freudig und nahmen sie gleich mit auf das Feld, um zu zeigen, wie die Kürbisse geerntet werden. Schon das war aufregend. Die Kinder durften die abgeschnittenen Kürbisse tragen und in die Scheune bringen, wo schon ganz viele andere Kürbisse lagern. „Puh, ist der schwer,“ beschwerte sich auch gleich Phillip, liess es sich dennoch aber nicht nehmen, den Kürbis selbst wegzutragen.

Nach einer klienen Stärkung ging es dann zu den Tieren, die auch noch auf dem Hof beheimatet sind: Hühner, Kaninchen, Pferde. Die Kinder genossen es, den Tieren so nahe sein zu können.

Der absolute Höhepunkt kam allerdings noch. Der Seniorbauer – das Auslaufmodell, wie er sich selber gerne nennt – kam mit einem Trecker vorgefahren und die Kinder durften Platz nehmen. Dann gab es noch eine Fahrt über den Hof.

Bevor es zurück in die Einrichtung ging wurde natürlich für das gemeinsame Frühstück und das Mittagessen noch kräftig eingekauft im Hofladen.

 


 

Herbstfest im Familienzentrum

Bei strahlend schönem Herbstwetter hatte das Familienzentrum an der Holsterhauserstraße zum Herbstfest geladen.
So tummelten sich Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel mit ihren Sprösslingen und ließen es sich bei selbstgebackenem Kuchen und frischen Waffeln gut gehen.Gefragt waren auch die Lose und somit die sich ergebenden Gewinne.

 


10. Februar 2008

„Die Chefs sind doch blöd!“
 Das Motto des 8. Februar 2008 vor dem Nokia-Wek in Bochum lautete : „1000 kleine Hände fragen: Warum?“ Diesem Motto konnte und wollte sich das Familienzentrum Dreifaltigkeit der Ev. Dreifaltigkeitskirchengemeinde Herne gerne anschließen.
Auch in dieser Einrichtung sind Mütter und Väter, sind ganze Familien von der bevorstehenden Schließung des Nokia Standortes Bochum betroffen. In den letzten Tagen hatten die Erzieherinnen mit den Kindern darüber gesprochen, was es bedeutet, wenn Firmen schließen, Standorte verlegen und dadurch Mutter, Vater oder beide Elternteile arbeitslos werden. Viele Familien hatten auch schon zu Hause mit den Kindern darüber geredet, so dass es den Kindern schnell klar war, dass demnächst Geld im Haushalt fehlen wird. Und dass dieser Umstand auch sie selber treffen wird.
Gründe für die Entscheidung der Werkchefs von Nokia zu finden, fiel den Erzieherinnen schwer. Und Franziska formulierte es ganz treffend: „Die Chefs sind doch blöd! Denken die gar nicht an uns?“
Als Erich Leichner vom Institut für Kirche und Gesellschaft dann anbot, einen Bus zu organisieren, damit die Kinder und Eltern zum Protesttag am 8. Februar vor das Werkstor von Nokia gefahren werden, war schnell klar: da machen wir mit! Und so fuhr ein vollbesetzter Bus Richtung Bochum.
Betriebsrat und Gewerkschafter waren gerührt und begeistert von der Unterstützung: Melinda hatte sogar ein selbst gemaltes Protestplakat dabei.
Leider waren sich zumindest die Erwachsenen in einem einig: es wird noch mehr Unterstützungsbedarf geben; nicht nur für Nokia-Mitarbeiter.


Mai 2006

Von der Evangelischen Tageseinrichtung für Kinder zum Familienzentrum!

Am Freitag, dem 19. Mai 2006 war es amtlich : unter der Nummer 200-04 wurde unsere Evangelische Tageseinrichtung an der Holsterhauser Straße vom Ministerium auserwählt, an der Pilotphase zur Einführung von Familienzentren teilzunehmen.
Für Nordrhein-Westfalen hatten sich 1029 Einrichtungen beworben, 250 davon wurden ausgewählt. In unserer Landeskirche gibt es außer unserer Tageseinrichtung nur noch 23 andere evangelische Einrichtungen, die nun den Zusatz „Familienzentrum“ führen dürfen.
Was heißt das nun konkret für unsere Arbeit? Bisher stand die Arbeit mit den Kindern, die unsere Einrichtung besuchen, im Vordergrund. Bildung, Betreuung und ganzheitliche Erziehung werden weiterhin die größte Bedeutung haben.
Hinzukommen wird aber verstärkt die Arbeit mit den Familien und die Vernetzung mit anderen Institutionen und Akteuren der Kinder- und Familienarbeit.
Familien in unserem Sozialraum wollen wir frühzeitig einen Ort der Wertschätzung, Begegnung, Beratung und Bildung anbieten.
Für unsere Einrichtung heißt dies : enge Zusammenarbeit mit den Herner Tageseltern, um die Betreuung der unter-drei-jährigen Kinder besser zu gewährleisten; Initiierung des Rucksack-Projektes für Migrantenmütter, um deren Verständnis der deutschen Sprache und Kultur zu optimieren; enge Zusammenarbeit mit Logopäden und Heilpädagogen, um Kinder individueller zu unterstützen und zu fördern….
Wenn Sie neugierig geworden sind und/oder Fragen haben, kommen Sie vorbei oder rufen Sie uns an: