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  • „]In der letzten Oktoberwoche fand aus aktuellem Anlass eine Bürgerversammlung im Lutherhaus statt. Zu Gast waren Alexander Vogt als Mitglied des Landtages und der Herner Sozialdezernent Johannes Chudziak. In einer Turnhalle des Schulzentrums an der Flottmannstraße sind vorübergehend Flüchtlinge untergebracht, ebenso im Bürogebäude des früheren Siemens-Werkes an der Südstraße.Der Sozialdezernent erläuterte den Anwesenden ausführlich, wie die Maßnahmen der Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen geplant und durchgeführt werden. Da Turnhallen mit sanitären Anlagen ausgestattet sind, eignen sie sich für eine kurzfristige Unterbringung im Notfall am besten. Eine Dauerlösung können sie nicht sein. Auch Alexander Vogt warb um Verständnis für die unabweisbare Notwendigkeit, humanitäre Hilfe vor allem für Kriegsflüchtlinge zu leisten.

    Im Auftrag der Herner Diakonie kümmert sich Manfred Steinhilb um hilfsbereite Mitmenschen, die etwas für die Flüchtlinge tun wollen. Er ist tagsüber erreichbar unter der Telefonnummer: 02323-496935. Der Aufbau von Unterstützerkreisen für die jeweiligen Einrichtungen ist geplant.


Große Freude bereiteten die Kinder des Familienzentrums

Erntedankgottesdienst und Ausstellung

Die Arbeiten der Malwerkstatt der Dreifaltigkeitskirche, die seit dem Frühjahr d. J. gefertigt worden sind, standen unter dem Motto „Schöpfung“. Pfarrer  Bastert meinte,  dass eine Ausstellung dieser Bilder den Erntedank-Gottesdienst am 4. Oktober d. J. bereichern würde. So gaben wir am Samstag den Werken an den Backsteinwänden der Kirche einen Platz. Aber nicht nur für die Kunstwerke der Erwachsenen fand sich eine Wand; auch acht Bilder von Kindern des Familienzentrums an der Holsterhauser Straße wurden aufgehängt. In seiner Predigt am Sonntag ging Pfarrer Bastert auf ein Bild besonders ein, das er aus dem Verbund herausgenommen hatte. Dieses zeigte fünf Gesichter von Menschen, die teils fröhlich aber auch traurig waren. Pfarrer Bastert vermittelte nicht nur den Erwachsenen, sondern ganz besonders den bei diesem Gottesdienst anwesenden Kindern, dass es im Leben nicht nur fröhliche Momente gibt. Aber wir dürften auch in unserer Not auf Gott vertrauen, so dass es uns immer wieder möglich wird, zu lächeln und Freude zu empfinden – wie es bei den meisten gemalten Gesichtern (und hier hielt er noch einmal das Bild hoch) zu erkennen war.

Dieser Erntedank-Gottesdienst wurde, wie in jedem Jahr, von den Kindern des Familienzentrums mitgestaltet. Die Leiterin, Frau Leichner, und ihre Mitarbeiterinnen zeigten mit den Kindern in wunderbaren – von den Kindern gespielten – Bildern das Wunder der Schöpfung. Wir verfolgten das Werden unserer Nahrung von der Aussaat bis zur Ernte im Zusammenspiel von Mensch und Natur, dargestellt von den Kindern als Bauer, Saatkörner, Regen, Wind und Sonne. Ich muss gestehen, dass mich die Begeisterung, mit der die Kinder den Erwachsenen die Biblische Geschichte auf ihre Weise nahebringen,  immer wieder anrührt. Wo bei uns Erwachsenen oft die Realitäten des Alltags den Glauben überschatten, da sind diese Kinder noch echt und glaubwürdig.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Erntedankfestes beigetragen haben, das mit einem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindehaus einen schönen Ausklang fand.

Helga Malcher

Wie ich mir Gott vorstelle

Herne. Einen lockeren Auftakt mit viel Spaß erlebten Konfirmandinnen und Konfirmanden des Bereiches Dreifaltigkeit der Petrus-Kirchengemeinde am letzten Septemberwochenende. Mit zwei Kleinbussen waren sie nach Lügde-Falkenhagen im Lipperland gefahren, wo ein Freizeithaus mit Wald vor der Haustür auf sie wartete. Mitarbeiterinnen der missionarischen Jugendarbeit des MBK hatten einen Spiele- und Kennenlernabend vorbereitet.

Wie sehen junge Menschen im Alter von 11-12 Jahren ihren Glauben und wie stellen sie sich -am Anfang ihrer Konfirmandenzeit- eigentlich Gott vor? Dieser Fragestellung ging die Gruppe am Samstagmorgen nach. Am Nachmittag ging es mit Kooperationsspielen weiter. Auch wurden Vorbereitungen für einen gemeinsam gestalteten Gottesdienst am Sonntag getroffen.

Mit einem Geländespiel unter dem Vorzeichen einer Agentenjagd gab es bis in den späten Abend hinein viel Spannung und Bewegung in der freien Natur. Das Lagerfeuer bei Vollmond auf einer freien Wiese rundete den Tag ab.

Gott als Vertrauensperson stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes am Sonntagmorgen, zu dem die Konfirmandengruppe selbst viel beizutragen hatte. Vor der Rückreise nach Herne gab es noch Pizzabrötchen mit einem Obstsalat. Von den mitgebrachten Lebensmitteln blieben kaum Reste übrig.

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Hendrik, Aaron und Hannah bereiten sich auf die Ankunft der Gäste vor

Offenes Haus Dreifaltigkeit beim Mitmachtag

Auch in diesem Jahr haben Mitarbeiterinnen des Offenen Hauses am Regenkamp beim Spiel- und Mitmachtag des Herner Stadtjugendrings ihren Beitrag geleistet.  Auch wenn die Sonne meistenteils hinter den Wolken blieb, fanden einige tausend Besucher den Weg in den Gysenbergpark, darunter zahlreiche Kinder jeglichen Alters.

Die beiden Pavillons des Bereiches Dreifaltigkeit  wurden vom Offenen Haus für Kinder und Jugendliche sowie vom Familienzentrum betreut. Neben Kaffee und Waffeln gab es auch kostenlose Süßigkeiten für Kinder und andere Leckereien für Jugendliche und Erwachsene.

Am Grillplatz wartete ein Picknickkorb der Dreifaltigkeitskirche auf Gäste, die aus den Unterkünften für Flüchtlinge in den Gysenbergpark gekommen waren.

 

 

Dr. Johannes Marks gibt Einblicke in sein kompositorisches Schaffen

Einen nachhaltigen Ein3druck hinterließ Komponist Dr. Johannes Marks aus Dortmund bei seiner musikinteressierten Zuhörerschaft am ersten Freitag im September im Saal des Gemeindezentrums Dreifaltigkeit am Regenkamp. Marks erläuterte und trug am weißen Flügel verschiedene Eigenkompositionen vor, die die Entwicklung seines Kompositionsstils aufzeigten.

Dabei waren durchaus eingängige Stücke zu hören, die dem „kulinarischen“ Bedürfnis der Zuhörerschaft entgegenkamen.  Andererseits trug er auch Kompositionen  vor, die den Ohren nicht unbedingt schmeichelten. Marks erläuterte sein Bemühen, zu einer Aussöhnung zwischen tonalen und atonalen Ansätzen zu kommen. Seine Musik spiegele die „Unfasslichkeit der Welt“ sowie verschiedene Haltungen dazu.

Eine  große Trauermusik, für die sich Marks Inspirationen aus der Landschaft der Insel Lanzarote holte, beginnt mit sehr kargen Tönen, endet aber mit einem E-Dur-Dreiklang. Schließlich gab es noch eine schöne Zugabe: Eine experimentelle Version des Stückes „Für Elise“.

Bild unten links:

Johannes Marks trug seine Stücke im Dialog mit den Zuhörerinnen und Zuhörern am Regenkamp vor.Bild oben links:

Pfarrerin Birgit Bastert bedankte sich für den Besuch im Gemeindezentrum Dreifaltigkeit mit einem Blumenstrauß. Johannes Marks versprach, wieder zu kommen.

Bild rechts: Aufmerksame Zuhörer

 

Frauenhilfe Dreifaltigkeit unterwegs nach Dülmen

Einen Ausflug nach Lüdinghausen, Seppenrade und Dülmen unternahmen die Frauenhilfe Dreifaltigkeit in der letzten Augustwoche bei nassem Wetter.

Für Leiterin Irmhild Hartmann ein Anlass, im Bus laut darüber nachzudenken, ob die Petrus- Kirchengemeinde nicht ihren Namen wechseln sollte. Schließlich habe Petrus als Namenspate gegenüber der Gemeinde auch gewisse Verpflichtungen. Pfarrer Horst Bastert musste zugeben, dass ihm leider die Handynummer des Heiligen verloren gegangen sei und er einen entsprechenden Anruf nicht absetzen konnte.

Die 43 Frauen und vier Männer waren trotzdem guter Dinge. Zunächst besichtigte man die mittelalterliche Wasserrundburg  Vischering in Lüdinghausen von außen. Dann ging es zum Mittagessen in den Kastanienhof. Anschließend erkundeten die Ausflügler den Rosengarten in Seppenrade, in dem noch zahlreiche wunderschöne Rosen blühten

Im Haus Waldfrieden in Dülmen wartete eine reich geschmückte Kaffeetafel mit leckerem Kuchen auf die erfreuten Damen und Herren. Auch der sich nebenan befindende Bauernladen wurde gestürmt und manch Schönes erstanden. Mit viel guter Laune und gemeinsamen Gesang ging es zurück nach Herne.

Fazit: Auch bei Regen und grauem Himmel geht es in der Frauenhilfe fröhlich zu.

(Bitte die Bilder anklicken)

 

 

Am Sonntag Trinitatis, dem 50. Kirchweihsonntag der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp, feierte die Petrus-Kirchengemeinde ihr siebtes Gemeindefest. Theologisches Leitmotiv im Eröffnungsgottesdienst war die erste Schöpfungserzählung, die Pfarrer Jens-Christian Nehme anhand eines Flanellbildes für Kinder und Erwachsene darstellte. Pfarrer Horst Bastert verknüpfte das Schöpfungsmotiv anschließend mit dem trinitarischen Gottesbild, indem er das Handeln Gottes mit seiner ursprünglich gut geschaffenen Welt in Jesus Christus und dem Heiligen Geist mit dem Ziel der Erlösung  nachzeichnete.

Das siebte Petrusfest eröffnete  im Kirchgarten das Blasorchester „Blaue Jungs“ Herne 1907 unter der Leitung von Hartwig Sonström. Spiel- und Bastelangebote sowie eine große Hüpfburg  für Kinder erwarteten die Besucher bereits auf dem Kirchvorplatz. Als besondere Attraktion hatten Erzieherinnen des Familienzentrums Dreifaltigkeit ein Erzählzelt im Kirchenraum aufgebaut, in dem sich Kinder stündlich versammeln konnten. Für Jugendliche und Erwachsene gab es einen Wettbewerb im Torwandschießen. Die Malwerkstatt im Souterrain des Gemeindehauses öffnete ihre Pforten zur Besichtigung.

Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemühten sich darum, die ca. fünfhundert Besucherinnen und Besucher mit Speisen und Getränken sowie mit Kaffee und Kuchen zufrieden zu stellen. Großen Zuspruch fand wie immer die von Silvia Randzio organisierte große Tombola mit ca. vierhundert attraktiven Preisen. Der Luther- und der Christuschor sowie ein kleines Akkordeonorchester sorgten für ein abwechslungsreiches Nachmittagsprogramm.

Allen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern die für den reibungslosen Ablauf des Tages gesorgt haben, allen Kuchenbäckerinnen, allen, die mit einer Spende unsere Tombola bestückt haben ,sagen wir an dieser Stelle ganz herzlichen Dank.

 

Fotos: ATrappe

Dreifaltigkeit feiert mit 150 Gästen

 

Das Pokalendspiel in Berlin am 30. Mai musste warten: Bis auf den allerletzten Platz besetzt erwartete die Besucherinnen und Besucher im Gemeindehaus am Regenkamp ein gerütteltes Maß an Unterhaltung. Zunächst erfreute ein Mitglied des Ensembles am Musiktheater Gelsenkirchen (MiR) die Ohren der Zuhörenden: Bariton Michael Dahmen trug unter Begleitung von Kapellmeister Bernhard Stengel Lieder aus den sechziger Jahren vor. Dabei erinnerte er auch an zeitgeschichtliche Ereignisse wie den Vietnam-Krieg, die Proteste der Studentenbewegung und die Mondlandung. „Where have all the Flowers gone“ von Pete Seeger kam genauso vor wie „Mein Freund der Baum“ der früh verstorbenen, aber unvergessenen Alexandra. Doch ein Datum stand für die Besucherschar an diesem Abend im Mittelpunkt: Die Einweihung der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp am 13. Juni 1965.

Als zweiten prominenten Gast begrüßte Mitarbeiterin Irmhild Hartmann die Kabarettistin Esther Münch, die als Reinigungskraft Walli Ehlert verkleidet den Weg ins Gemeindehaus gefunden hatte. Aus ihrem reichen Erfahrungsschatz als emanzipierte Fachfrau für Familienfragen hatte sie dem Publikum Dinge  mitzuteilen, die alle aus eigener Anschauung  gut nachvollziehen konnten, zum Beispiel Arztbesuche. Dazu gehörten die Schwierigkeiten, die Frauen mit ihren Männern haben, Eltern mit ihren Kindern und umgekehrt. Kein Lebensbereich blieb außen vor, auch die Kirche nicht. Denn schließlich singt Walli Ehlert im Kirchenchor mit.

    Michael Dahmen und Esther Münch begeisterten die Zuhörer im voll besetzten Gemeindesaal und rissen sie zu Beifallstürmen hin.

Fotos: ATrappe

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und warum stehen da Namen drauf?

Im letzten Familiengottesdienst in der Lutherkirche haben wir die Erzählung von der Himmelfahrt von Jesus gehört. Wir haben erfahren, dass Jesus zurückkehrt zu Gott, seinem Vater. Weihnachten feiern wir die Ankunft auf der Erde (seine Geburt),. Himmelfahrt die Rückkehr.

Das Blau ist die Farbe für den Himmel. Aber was sollen die goldenen Ballons?

Gold ist die Farbe eine Krone.  Sie steht für Wertvolles und für Mächstiges.  Für die Menschen war ein König das Bild für die mächtigste und höchste Person. So hat man auch dieses Bild für Jesus benutzt. „Jesus Christus herrscht als König“ ist ein altes Lied.  Niemand ist größer als Jesus und Gott der Vater.

Weil Jesus uns vorausgegangen ist – wir ihm also einmal in den Himmel ( in das Reich Gottes) folgen sollen, haben wir unsere Namen auf die Ballons geschrieben. Und auch die Namen von Menschen mit denen wir verbunden sind.

Und dann stiegen sie auf…

Orgelkonzert mit Detlef Renneberg in der Dreifaltigkeitskirche

 Es war ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art für die in diesem Jahr fünfzig werdende Dreifaltigkeitskirche: Detlef Renneberg, früher in Herne, nun seit zehn Jahren leitender Kirchenmusikdirektor der Evangelisch-lutherischen Landeskirche mit Sitz in Hannoversch-Münden, gab auf Einladung der Petrus-Kirchengemeinde eine Kostprobe seines Könnens an der Bosch-Raupach-Orgel der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp.

Dabei schlug er einen Bogen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zunächst brachte Renneberg die „Suite Gothique“, op. 25, von Leon Boellmann, zu Gehör, die mit dem „Priére à Notre-Dame“ gut zum zentralen Ausstattungsstück der Kirche passte, dem Kreuz in gothischer Form von Heinrich Brockmeier. Die sich daran anschließende „Toccata“ bot den ersten fulminanten Höhepunkt des Konzertes.

Besonderen Anklang  bei den Zuhörerinnen und Zuhörern fanden die bekannten Choräle „In dir ist Freude“ und „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ in der Bearbeitung von Johann Sebastian Bach nach seinen Variationen aus dem „Orgelbüchlein“. Auch das innige, persönliche Bittgebet nach der Weise „Ich ruf zu dir, Herr, Jesu Christ“ zeigte die Ausdrucksmöglichkeiten eines meditativen Orgelspiels.

Dass eine Orgel sich auch modernen Hörgewohnheiten anpassen kann, zeigte Renneberg mit seiner Aufführung der „Suite Jazzique“ von Johannes Matthias Michel. Mit beschwingten Jazz-Rhythmen, die gerade in einen modernen Kirchenbau der Nachkriegszeit passen, ging der Weg hin über ein immer wieder kehrendes Grundmotiv zu dem noch einmal alle Register ziehenden Schlusspunkt mit der „Toccata jazzica“.