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Mit gleich zwei Konzerten hintereinander bescherte der Chor der Städtischen Musikschule Herne „Invitation“ unter der Leitung von Joachim Stückemann etwa achthundert Zuhörerinnen und Zuhörern eine begeisternde Vorstellung in der Evangelischen Dreifaltigkeitskirche in Herne-Süd.
Am Wochenende des zweiten Adventssonntages ließen die beiden nur leicht variierenden Konzerte für Freunde klassischer und populärer Weihnachtsmelodien kaum Wünsche offen. Der Chor eröffnete seinen Vortrag mit dem Kirchenchoral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Über die Chorkomposition „Advent der Christenheit“ von Lorenz Maierhofer, einem klangvollem Aufruf zu innerer Einkehr, führte das dritte Stück „All bells in paradise“ zum musikalischen Leitthema des Abends: das Weihnachtsfest in all seinen Facetten.
Es beginnt mit Dunkelheit und Stille, in der das HER-Z-Ton-Ensemble die beiden Volksweisen „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Lasst uns lauschen, heilige Engel“ vortrug. Unter der Begleitung von Bläsern und Orgel folgt die Einladung zur Anbetung „Heiligste Nacht“ mit dem Text aus einem Salzburger Gesangbuch von 1783.
Diese und weitere eher ruhige und getragene Stücke dienten der Vorbereitung zur jubilierenden Weihnachtsfreude, die sich in ganz anderen Rhythmen und Musikstilen eine Bahn bricht, eben mit Arrangements von Harry Simeone („Do you hear what I hear“) oder -eingängig und wunderschön-John Rutter („Christmas Lullaby“).
Schließlich kommt es mit dem traditionellem englischen „We wish you a merry Christmas“ zu einer gelösten Weihnachtsfreude, die sich auch beim Publikum -besonders im Konzert am Sonntagabend- immer wieder in spontanem, kräftigem Applaus äußerte.
Was der Chor mit seinen Frauen- und Männerstimmen in Gestalt verschiedener Ensembles zu leisten imstande ist, hat er zum wiederholten Mal unter Beweis gestellt. Erstaunlich, was in der Schatzkiste Weihnachten alles drinsteckt und welche Kräfte der Begeisterung das Fest zu wecken vermag. Weihnachten ist eben unausschöpflich!
Ein besonderes Lob verdient haben sich auch Solistin Danuta Zadarko, Christopher Brauckmann (Orgel und Piano) und das Bläserensemble mit Felix Bock, Philipp Severin, Dario Rosenberger und Michael Jendral.

Familienzentrum feiert Weihnachten in der Kirche
Zu ihrer abschließenden großen Weihnachtsfeier kam das ganze Familienzentrum Dreifaltigkeit von der Holsterhauser Straße in der Kirche zusammen, nach der es benannt ist: der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp.
Leiterin Livia Leichner begrüßte Kinder und Eltern und führte in die Feier ein. Die Kinder sangen Weihnachtslieder und sagten Sprüche auf. Als besondere Überraschung führten die Erzieherinnen des Gemeinde-Familienzentrums die Geschichte eines Paares auf, das sich um so viele Mitmenschen kümmern muss, dass es weder Zeit hat, Geschenke zu besorgen noch Plätzchen zu backen. Doch in den Nächten vor Weihnachten wird ihnen unerwartete Hilfe zuteil…
Die Feier endete im Kirchenraum bei Kaffee, Kuchen und einem gemeinsamen Liedersingen. Für die Kinder gab es am Taufstein ein leckeres, aber gesundes Weihnachtshäuschen aus Möhren- und Gurkenscheiben.

Ein seltenes Hochzeitsjubiläum konnten am 14. Dezember Heinz und Lieselotte Miericke aus Herne-Süd feiern. Das Paar hatte sich im Kriegsjahr 1944 verlobt. Nach kurzer Gefangenschaft und  der Behandlung einer Kriegsverletzung des Mannes kam das Paar, ein gebürtiger Berliner und eine gebürtige Hernerin, wieder zusammen. Nach der standesamtlichen Trauung heirateten die beiden kirchlich in der Horsthauser Kapelle, dem Vorgängerbau der Zionskirche. Die Trauung nahm Pfarrer Hartmann vor.

Zum  Jubiläumstag gratulierten die beiden Töchter und ein Schwiegersohn sowie Nachbarn und weitere Angehörige, auch aus Berlin. Neben der von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichneten Urkunde überbrachte Pfarrer Bastert die Glückwünsche der Evangelischen Kirche von Westfalen von Präses Annette Kurschus sowie den besten Wünschen der Petrus-Kirchengemeinde.

Am Sonntag, dem 2. Advent, feierte der Bereich Dreifaltigkeit der Petrus-Kirchengemeinde Herne seinen Advents-Familiengottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp.

Die Kinder des Familienzentrums steuerten viele mit ihren Erzieherinnen einstudierte Adventslieder bei und erfreuten die Erwachsenen mit Sinnsprüchen und Kehrreimen. Im Advent kommt es darauf an, mit offenen Augen und Ohren den Heiland der Welt zu erwarten.

Den Höhepunkt des Sternentages am 6. Dezember bildete für die Kinder der Besuch des Nikolauses. Von Mitarbeiterin Irmhild Hartmann angekündigt und den Familien im Gemeindehaus am Regenkamp freudig begrüßt, packte der heilige Mann seinen Geschenkesack aus und hatte viele gute Worte für die Kinder übrig. Dass er auch selbst ein Geschenk für seine großen Mühen erhielt, freute ihn außerordentlich.

In der Woche zwischen dem 1. und dem 2. Advent traf sich die Frauenhilfe Dreifaltigkeit zu ihrer Adventsfeier im Saal des Gemeindehauses am Regenkamp. Zum Auftakt der Feier begrüßte eine Kindergruppe des Familienzentrums die Frauen mit einigen fröhlichen Adventsliedern. Leiterin Livia Leichner und Erzieherin Nina Froese begleiteten die Kinder dabei.

Mit adventlichen Besinnungen, kurzen Texten, Geschichten und Liedern nahm die Feier nach dem Kaffeetrinken ihren Verlauf. Besonderes Lob fanden die „Adventseulen“, die mit ihren großen Augen die gedeckten Tische schmückten.

Pfarrer Horst-H. Bastert überreichte den Bezirksfrauen als Dank und Anerkennung für ihre Besuchsdienstarbeit ein Geschenk. Mit dem gemeinsamen Vaterunser und dem Segen gingen die Frauenhilfsfrauen adventlich bestens ein gestimmt nach Hause.

 mit klassischer Musik

Herne. Mit einer Darbietung auf hohem künstlerischem Niveau erfreute aufs Neue Dai Asai die Besucherinnen und Besucher eines Klavierkonzertes am Vorabend des ersten Advents. Der japanische Pianist spielte zum ersten Mal vor Publikum die Klaviersonate G-Dur op. 78 D 894 „Fantasie“ von Franz Schubert, ein ausgesprochen komplexes Stück. Wie der Pianist mitteilte, wird er es bei seiner nächsten Konzertreise nach Asien  in Tokio aufführen.

Auch mit den anderen Klavierstücken  von Fréderic Chopin, Barcarole Fis-Dur 0p. 60  und Alexander Scriabin, die Etüden cis-moll, fis-moll und dis-Moll, brillierte der Künstler auf dem weißen Schimmel-Flügel am Regenkamp.

Den abschließenden Höhepunkt für die Ohren der dankbaren Zuhörerschaft bildete wie immer die freie Improvisation mit der Leitmelodie „Stille Nacht“.

Martinsumzüge gut besucht

Die Martinsumzüge unserer drei Kindertageseinrichtungen waren auch in diesem Jahr mit zusammen über eintausend Besuchern sehr gut besucht. In der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp spielten Konfirmandinnen  die Martinsgeschichte vor.  Im nächsten Jahr steht der 1.700 Geburtstag des Martin von Tours bevor, der  den Soldatenmantel mit einem Bettler teilte. Schließlich verabschiedete er sich vom Beruf des Soldaten und wurde Priester und Bischof. Das anschließende Martinsfeuer fand in diesem Jahr auf dem Kirchvorplatz statt, wozu es Glühpunsch, Martinsbrezeln und warme Würstchen gab.

Workshop: „Singen macht Freude“ mit Kreiskantor Wolfgang Flunkert

Singen macht gesund, glücklich, es verbindet und befreit

Fünfzig sangesfreudige Frauen und einige Männer hatten sich am Samstag, dem 14. November, im Gemeindehaus Dreifaltigkeit eingefunden. Im Frauentreff war vor einigen Monaten der Wunsch zu dem Projekt entstanden. Chorerfahrung war keine Voraussetzung, so stand es in der Ausschreibung. Allerdings war diese Erfahrung  bei etlichen Teilnehmern vorhanden und ergab eine gute Mischung, wie sich im Laufe des Vormittags zeigte.

Freude am gemeinsamen Singen stand im Vordergrund und entwickelte fast „Chorqualität“.  Kreiskantor Wolfgang Flunkert stimmte zunächst „Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten“ (von Martin Luther) an und erinnerte an die vorangegangene Nacht in Frankreich. Er vermittelte, wie wichtig richtiges Ein- und Ausatmen und Lockerungsübungen sind.

Neues und Altes im Gesangbuch entdecken oder auch Ungewöhnliches, wie beispielsweise ein Lied auf verschiedene Melodien gesungen werden kann: „Wie soll ich dich empfangen“ auf die Melodie: „Befiel du deine Wege“.

Ebenso bereitete ein kleiner Ausflug in die Welt des Gospels Freude. Der Vormittag verging viel zu schnell, darin waren sich alle Teilnehmer einig.

  • „]In der letzten Oktoberwoche fand aus aktuellem Anlass eine Bürgerversammlung im Lutherhaus statt. Zu Gast waren Alexander Vogt als Mitglied des Landtages und der Herner Sozialdezernent Johannes Chudziak. In einer Turnhalle des Schulzentrums an der Flottmannstraße sind vorübergehend Flüchtlinge untergebracht, ebenso im Bürogebäude des früheren Siemens-Werkes an der Südstraße.Der Sozialdezernent erläuterte den Anwesenden ausführlich, wie die Maßnahmen der Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen geplant und durchgeführt werden. Da Turnhallen mit sanitären Anlagen ausgestattet sind, eignen sie sich für eine kurzfristige Unterbringung im Notfall am besten. Eine Dauerlösung können sie nicht sein. Auch Alexander Vogt warb um Verständnis für die unabweisbare Notwendigkeit, humanitäre Hilfe vor allem für Kriegsflüchtlinge zu leisten.

    Im Auftrag der Herner Diakonie kümmert sich Manfred Steinhilb um hilfsbereite Mitmenschen, die etwas für die Flüchtlinge tun wollen. Er ist tagsüber erreichbar unter der Telefonnummer: 02323-496935. Der Aufbau von Unterstützerkreisen für die jeweiligen Einrichtungen ist geplant.


Große Freude bereiteten die Kinder des Familienzentrums

Erntedankgottesdienst und Ausstellung

Die Arbeiten der Malwerkstatt der Dreifaltigkeitskirche, die seit dem Frühjahr d. J. gefertigt worden sind, standen unter dem Motto „Schöpfung“. Pfarrer  Bastert meinte,  dass eine Ausstellung dieser Bilder den Erntedank-Gottesdienst am 4. Oktober d. J. bereichern würde. So gaben wir am Samstag den Werken an den Backsteinwänden der Kirche einen Platz. Aber nicht nur für die Kunstwerke der Erwachsenen fand sich eine Wand; auch acht Bilder von Kindern des Familienzentrums an der Holsterhauser Straße wurden aufgehängt. In seiner Predigt am Sonntag ging Pfarrer Bastert auf ein Bild besonders ein, das er aus dem Verbund herausgenommen hatte. Dieses zeigte fünf Gesichter von Menschen, die teils fröhlich aber auch traurig waren. Pfarrer Bastert vermittelte nicht nur den Erwachsenen, sondern ganz besonders den bei diesem Gottesdienst anwesenden Kindern, dass es im Leben nicht nur fröhliche Momente gibt. Aber wir dürften auch in unserer Not auf Gott vertrauen, so dass es uns immer wieder möglich wird, zu lächeln und Freude zu empfinden – wie es bei den meisten gemalten Gesichtern (und hier hielt er noch einmal das Bild hoch) zu erkennen war.

Dieser Erntedank-Gottesdienst wurde, wie in jedem Jahr, von den Kindern des Familienzentrums mitgestaltet. Die Leiterin, Frau Leichner, und ihre Mitarbeiterinnen zeigten mit den Kindern in wunderbaren – von den Kindern gespielten – Bildern das Wunder der Schöpfung. Wir verfolgten das Werden unserer Nahrung von der Aussaat bis zur Ernte im Zusammenspiel von Mensch und Natur, dargestellt von den Kindern als Bauer, Saatkörner, Regen, Wind und Sonne. Ich muss gestehen, dass mich die Begeisterung, mit der die Kinder den Erwachsenen die Biblische Geschichte auf ihre Weise nahebringen,  immer wieder anrührt. Wo bei uns Erwachsenen oft die Realitäten des Alltags den Glauben überschatten, da sind diese Kinder noch echt und glaubwürdig.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Erntedankfestes beigetragen haben, das mit einem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindehaus einen schönen Ausklang fand.

Helga Malcher