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Künstler in dichtem Kontakt mit ihrem Publikum

„Operette ist nicht mein Ding“, sagen viele Freunde der Oper. Das 42. Winterfest der Petrus-Kirchengemeinde konnte eine solche Haltung ins Gegenteil verkehren: zwei Sänger und eine Sängerin des Musiktheaters Gelsenkirchen (MiR) brachten mit ihren Beiträgen so manche festgefügte Position ins Wanken. „Total toll!“ lautete das Urteil von Christina Lupazewski nach einem Abend, der es in sich hatte.

Dafür sorgten Petra Schmidt (Sopran), Philipp Werner (Tenor) und Michel Dahmen (Bariton), begleitet von Kapellmeister Bernhard Stengel am weißen Flügel des Gemeindehauses Dreifaltigkeit am Regenkamp. Herburg Terveer-Miassojedov stellte den einhundert Besucherinnen und Besuchern das einstündige Programm vor, das zu gleichen Teilen aus der Welt der Oper und der Operette stammte.

Michel Dahmen eröffnete den Reigen mit der Arie „Der Vogelfänger bin ich ja“ aus Mozarts Zauberflöte. Gleich zu Beginn gelang es dem Künstler, auf charmante Weise die ein- und andere Zuhörerin in den Vortrag schauspielerisch mit einzubeziehen. Mit der so genannten „Stotterarie“ aus Smetanas „Die verkaufte Braut“ präsentierte  Philipp Werner, Mitglied des jungen Ensembles am MiR, zum ersten Mal am Regenkamp sein Können. Der starke Heiratswunsch, der leider nicht den erhofften Erfolg bei seiner Angebeteten nach sich zog, sorgte für allgemeine Heiterkeit, aber auch für Mitgefühl. Es folgte Petra Schmidt, die mit starker Emotion die Arie „Si, mi chiamano Mimi“ vortrug. Michael Dahmen wiederum schloss den Opernteil mit einem Beitrag aus „Faust“ von Charles Gounod ab.

Dass der Operetten-Teil quasi als Steigerung des Eingangs empfunden wurde, lag nicht nur am stimmlichen Einsatz der Vortragenden, sondern auch am dichten Kontakt mit den Zuhörern. Den Auftakt lieferten im Duett die beiden männlichen Sänger mit „Komm mit mir zum Souper“ aus der „Fledermaus“ von Johann Strauß. Den Schwung dieses Vortrags nutzen dann Philipp Werner mit Petra Schmidt für zwei Stücke aus der „Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálman (unter anderem: „Tanzen möchte´ ich“). Bei den beiden Stücken aus „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár  („Lippen schweigen“ und „Da geh ich in)s Maxim“ durfte mitsingen, wer mitsingen wollte.

Alles in allem ein Abend des Kunstgenusses mit hohem Spassfaktor, der Lust auf weitere Besuche im Musiktheater machte. Pfarrerin i. R. Birgit Bastert dankte den Mitarbeitenden des Gemeindebereiches Dreifaltigkeit, die mit ihrem fleißigen Einsatz diesen Abend ermöglichten.

H.B.

Zum zweiten Mal trafen sich vierzehn Erzieherinnen des Familienzentrums Dreifaltigkeit am Jahresbeginn im Gemeindehaus am Regenkamp zu einer Klausurtagung.

Leiterin Livia Leichner stellte zu Beginn den Arbeitsplan vor.Die Mitarbeiterinnen kamen in kleinen Arbeitsgemeinschaften zusammen, um eine Vorlage für die Konzeption der Arbeit in den Regelgruppen und in der U 3-Betreuung zu erarbeiten.

Die  Konzeption, die noch in der Zeit der Trägerschaft der früheren Dreifaltigkeits-Kirchengemeinde entstanden ist, bedarf einer Neufassung nach den Richtlinien der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelischer Kindertageseinrichtungen.

In der Familien-Christvesper an Heiligabend gestalteten Kimberly, Vivien, Alexandra, Nathalie, Lena und Steven das Krippenspiel mit Geburtsankündigung, Herbergssuche, Engelverkündigung und Hirtenbesuch. Dabei fiel besonders die Großzügigkeit des Wirtes auf, der für Maria und Josef trotz überbelegter Herberge noch einen guten Unterkunftshinweis bereit hält: das Strohquarttier im Stall.

 

Rund 200 Besucherinnen und Besucher, darunter viele Kinder, sahen das diesjährige Krippenspiel in der Dreifaltigkeitskirche, das Pfarrerin Birgit Bastert mit  Konfirmanden vorbereitete und durchführte.

 ökumenisch, nachbarschaftlich, stimmungsvoll

Auch in diesem Jahr trafen sich vom 1. Bis zum 23. Dezember 2014 wieder zahlreiche Gemeindeglieder und Nachbarn in Herne-Süd und Constantin zum lebendigen Adventskalender. Den Auftakt machte am 1. Dezember um 18 Uhr Familie Trentmann in der Feldkampstraße. Den Abschluss am 23. Dezember bildete wieder das Pfarrhaus Bastert am Regenkamp. Auch zwei Seniorenwohnhäuser beteiligten sich: Das Willi-Pohlmann-Haus an der Kronenstraße in Constantin und das DRK-Haus am Flottmannpark. In der Regel fanden die einstündigen Treffen vor den mit dem betreffenden Tagesdatum gekennzeichneten Hauseingängen statt. Manchmal wurde ein mit Lichtern gekennzeichneter Weg in Hausgärten oder Höfe gewiesen. Die Treffen wurden im Schnitt von zwanzig bis dreißig Menschen besucht. Zu einer Nachbesprechung der Aktion, die zum fünften Mal stattfand, wird Ende Januar eingeladen.

 

Im DRK-Seniorenhaus präsentierte sich der Adventskalender von einem geöffneten Fenster im ersten Stock aus. Eine Seniorin trug Weihnachtsgedichte vor.

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Bei Familie Zimmer in der Viktor-Halsstrick-Str. wurden neue Weihnachtsgeschichten

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Ein Gartenhaus im Schrebergarten Herne-Süd bot eine gute Atmosphäre

„Klänge der Freude“  hallten durch den Raum der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp und bescherten einer großen Zuhörerschaft von über fünfhundert Besucherinnen und Besuchern eine fabelhafte Einstimmung auf das große Fest. Zum wiederholten Mal kam der Musikschulchor „Invitation“ unter der Leitung von Joachim Stückemann mit siebzig Sängerinnen und Sängern mit seiner ganzen Dynamik zum Zuge. Dazu gesellte sich zum  ersten Mal der Kinderchor der Musikschule mit Stückemanns Tochter Leonie. Der „Nachwuchs“ trug zu Beginn mit „Stern über Bethlehem“ und einem fröhlichen Nikolauslied zu einer guten Weihnachtsstimmung bei.

Die geschickte Zusammenstellung klassischer Adventsstücke von Christoph Willibald Gluck („Hoch tut euch auf“) in Verbindung mit Instrumentalsätzen von Reinhold Glière (Romance Op. 35, No. 6) und Alexander Glazunov (Reverie Op. 24 Des-Dur) mit bekannten Melodien aus dem Anglo-amerikanischen Bereich führte zu einem Spannungsbogen, der die Zuhörerschaft immer wieder zu starkem Applaus animierte. Das knapp zweistündige Programm hatte mehrere Höhepunkte zu bieten, zum Beispiel „Do you hear what I hear?“ von Harry Simeone, ein Stück, das dem Weihnachtsgeheimnis der Geburt Jesu ganz nahe kommt.

Besonderes Lob verdienten sich zu Recht für ihren Einsatz die Solisten Katharina Stricker (Sopran), Danuta Zadarko (Mezzosopran) und Nils Kruse (Bariton) sowie Dario Rosenberger (Horn) in Verbindung mit Christopher Brauckmann (Orgel). Die beiden Zugaben „Oh happy day“  und das Weihnachts-Medley, beginnend mit „Angels from the land of glory“ bestätigten den Eindruck eines mit großer Leidenschaft für das gesungenen und gespielten Konzertes. Ein musikalisches Geschenk ganz kurz vor und nah dran an Weihnachten!

Über siebzig Sängerinnen und Sänger stimmten eine große Besucherschar auf das Fest aller Feste ein.

 

 

Auch die Kinder des Kinderchores der Städtischen Musikschule Herne mit Leonie Stückemann erfreuten die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

 

Ein Gemeindehaus mit Klavierflügel kann auch als Konzertsaal dienen: Das erfuhren zum wiederholten Mal musikbegeisterte Gemeindeglieder der Petrus-Kirchengemeinde Herne. Der japanische Pianist Dai Asai – am Regenkamp kein Unbekannter – bereitete den fünfundachtzig Zuhörerinnen und Zuhörern einen Hörgenuss der Extraklasse mit Kompositionen von Fréderic Chopin, Ludwig van Beethoven und Dmitrij Schostakowitsch.

Den Rahmen bildete der Lieblingskomponist des Interpreten, Fréderic Chopin, zunächst mit den zwei Nocturnes in cis-moll und Des-dur, opus 27-1 und -2, sowie der Fantasie f-moll, opus 49.

Der Wechsel von schnellen zu langsamen Passagen kennzeichnet die Klaviersonate Nr. 30, E-dur, opus 109, von Ludwig van Beethoven, der die „Puppentänze“ von Dmitrij Schostakowitsch folgten. Dieses beschwingte Stück bietet sieben tänzerische Varianten dar, bei denen auch eine Polka und ein „Scherzwalzer“ nicht fehlen.

Zum Schluss steigerte sich noch einmal die Schnelligkeit mit den beiden Chopin-Stücken „Fantasie-Impromptus“ cis-moll I, opus 66, und der festlichen Polonaise-Héroique, As-dur, opus 53. Pfarrerin i. R. Birgit Bastert  sprach der Zuhörerschaft aus dem Herzen, als sie sich bei Dai Asai für die wundervolle Begleitmusik  in die Adventszeit hinein nachdrücklich bedankte.

 

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Pfarrerin i. R. Birgit Bastert bedankte sich im Namen der Gemeinde mit einem großen Blumenstrauß.

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Zum wiederholten Mal gastierte das Tamigu-Trio kurz vor Herbstbeginn in der Dreifaltigkeitskirche. Tamara Buslova, Michael Nachbar und Günther Wiesemann boten ihrer Zuhörerschaft Musik für Violine, Orgel, Klavier, Sprecher und Schlaginstrumente aus Barock, Klassik und Neuzeit.

Zwischen den klassischen Stücken von Tschaikowski, Bach und Beethoven  luden die Stücke von Günther Wiesemann ein, die Beziehung von Wort und Musik auf sich wirken zu lassen. Dabei erkannten die Zuhörerinnen und Zuhörer den Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ in einem immer aktuellen Zusammenhang: nämlich in der Bitte um Frieden, um Gnade.

„Wäre der Burgfrieden wirklicher Frieden gewesen, wären die Schüsse nicht aufgestiegen, o du kollaterale Elende!… Wir fallen hoch, weit höher noch….Wollen doch nur festes Land unter den Füßen..!“  Die einzelnen Sätze, die Günther Wiesemann von der Orgelempore  in den  Kirchenraum mit gedämpfter Stimme rief, drangen durch und nahmen die Gedanken der Hörenden in Beschlag.

 

 Michael Nachbar, Tamara Buslova und Günther Wiesemann bilden das Tamigu-Trio, das in der Herner Dreifaltigkeitskirche musikalische Akzente setzte.

 

 

 

Sternenkinder ziehen ein

Ein Stirnband mit Stern trugen vierundvierzig Kinder des Evangelischen Familienzentrums Dreifaltigkeit am 1. Advent  bei ihrem Einzug in die Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp. Als „Sternenkinder“ gestalteten sie einen Gottesdienst für Jung und Alt, in dem sie unter Anderem mit ihren Erzieherinnen einen rhythmisch betonten „Weihnachts-Rap“ vortrugen.

Pfarrer Horst Bastert stellte in seiner Ansprache den Herrnhuter-Stern als Zeichen für Jesus, den König des Advents heraus. Er kommt als rettender Heiland und König, der mit aller menschlichen Not ein Ende macht.

Eltern und Kinder trafen sich im Anschluss an den Gottesdienst im Gemeindehaus zum Sternebasteln, Kaffeetrinken und zum Mittagessen mit leckerer Pizza.

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Alle Generationen trafen sich am 1. Advent zum Beisammensein im Gemeindehaus am Regenkamp. Weiterlesen

Ein erlebnisreiches Wochenende verbrachte die neue Konfirmandengruppe der Dreifaltigkeitskirche auf einem Bauernhof am Niederrhein. Bauer Günther begrüßte die Gruppe persönlich und stellte ihnen zunächst die Hofbewohner vor: 90 Milchkühe, Ziegen, Hausschweine, Ponnies, Esel, Kaninchen, Hofhund Max, Katzen und -nicht zu vergessen- die neugeborenen Kälber. Für die Jugendlichen aus dem Ruhrgebiet eine neue Welt. Einige Mädchen nahmen gern die Gelegenheit wahr, mit den Mitarbeiterinnen des Teams vom Imke Tonnat (MBK) in der Heuherberge zu übernachten. Der Rest der Gruppe zog richtige Betten vor.

 

Am ersten Abend standen Kennenlernspiele auf dem Programm. Am Samstagvormittag gestalteten die Teilnehmer mit Papier, Schere und Farbe den Einband ihrer Lutherbibel. Am Nachmittag und Abend ging es um Kooperations- und Wettkampfspiele. Zu den Tagesabschlüssen kam die Gruppe im Heuschober zusammen, um bei stimmungsvollem Lichtschein die Abendandacht zu halten.

 

Am Sonntag schrieben die Jungen und Mädchen im Abschlussgottesdienst einen Brief an sich selber. In den Briefen schildern sie ihre Situation am Beginn der Konfirmandenzeit. Am Konfirmationstag werden Sie den Briefen entnehmen, was sich in der Konfirmandenzeit für sie verändert hat.

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Frauenhilfe Dreifaltigkeit besucht die Kirchengemeinde in Gemen

 

Einen wunderbaren  sonnigen Spätsommertag erlebte die Frauenhilfe Dreifaltigkeit der Petrus-Kirchengemeinde Herne bei einem  Halbtagsausflug ins westliche Münsterland. Die erste Überraschung gab es im Bus als Pfarrer Horst Bastert das bis dahin unbekannte Ziel des Ausfluges bekanntgab, nämlich den Borkener Stadtteil Gemen. Besonders für Herta Gelhar war es eine große Freude, nach sechzig Jahren einmal ihre Konfirmations- und Traukirche wiederzusehen, in der sie als junge, von Krieg und Vertreibung betroffene Frau einige Jahre zuhause war.

 

Nach knapp einstündiger Fahrt konnte die Frauengruppe den Bus schon wieder verlassen, um im Gasthaus Demming ein schmackhaftes Mittagessen nach Wahl einzunehmen. Später ging es dann bei herrlichstem, aber nicht zu warmem Wetter zu Fuß durch den historischen Ortskern zur bekannten Gemener Wasserburg. Sie wird heute als katholische Jugendbildungsstätte genutzt. Nach einem Blick in das Innere der Schlosskapelle und einiger Räume der Tagungsstätte, ging es zur Evangelischen Johanneskirche, die das Pfarrerehepaar Giselher und Barbara Werschkull für den Besuch aus Herne gerne geöffnet hatten. Die Kirche konnte vor vier Jahren ihr dreihundertstes Jubiläum begehen und wurde mit Unterstützung der preußischen Königsfamilie (Friedrich Wilhelm I.) gefördert. Nach Gründung der Gemeinde im Jahr 1558 war die Kirche eine der ersten protestantischen Kirchbauten im Münsterland. Wichtiges  Ausstattungsstück ist der vor dem Altar stehende Taufstein von 1564.

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