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Auch in diesem Jahr öffneten sich in der Adventszeit wieder um 18 Uhr Fenster und Türen in unseren Gemeinden St. Konrad, Herz-Jesu und Petrus. Herne-Süd feierte den Advent wie immer ökumenisch.

In diesem Jahr wurde der Ökumenische Adventskalender bei einem Treffen im Gemeindehaus an der Düngelstraße gemeinsam vorbereitet. Pfr. Meinolf Mika und Pfarrer Horst-Hermann Bastert freuten sich über einige Teilnehmende, die wieder neu dabei waren und einige, die sich zum ersten Mal beteiligten.

Es beteiligten sich einzelne Familien sowie ganze Nachbarschaften, wie die Siedlergemeinschaft an der Viktor-Halstrick-Straße oder das Mehrgenerationenhaus an der Straße-des-Bohrhammers. Auch zwei Seniorenzentren waren wieder dabei, nämlich die Seniorenwohnanlage am Koppenbergs Hof und Dasd DRK-Haus am Flottmannpark.

Auch Kirchliche Gemeinschaften wie der Liturgiekreis der Herz-Jesu-Gemeinde oder die Kolpingfamilie der St.-Konrad-Kirche gestalteten eine adventlich-besinnliche Stunde mit Liedern, Gebeten und ökumenischem Beisammensein.

Bildzeilen: Gemeinsames Singen im Vereinslokal des Herner-Turn-Clubs an der Jean-Vogel-Straße

Ehepaar Hegh lud ein in den Hof der Bäckerei an der Walter-Bälz-Straße.

Bei Werner und Angelika Hütter begleitete eine Akkordeonspielerin das gemeinsame Singen.

Am 6. Dezember ließ der heilige Nikolaus es sich nicht nehmen, im Seitenschiff der Dreifaltigkeitskirche das ökumenische Treffen mit seinem besuch zu beehren

Schon beim Vortreffen im Gemeindehaus an der Düngelstraße kam Adventsfreude auf (Foto: Günter Mydlak).

Klavierkonzert im Advent mit Kontrasten

Der Advent veraltet nicht. Wir bekommen Bekanntes immer wieder auf neue Weise dargeboten.

Das zeigte sich auch am Vorabend des Ersten Advents in der Dreifaltigkeitskirche der Petrus-Kirchengemeinde Herne bei einem Klavierkonzert des japanischen Pianisten Dai Asai. Er bot seinen Zuhörerinnen und Zuhörern mit Stücken von Wolfgang Amadeus Mozart und Fréderic Chopin eine emotionale Einstimmung in die Zeit des Wartens auf Weihnachten. Mozarts Fantasie d-Moll begann mit einer nachdenklich, erwartungsvollen Stimmung. Sie setzte sich nicht hektisch, sondern festlich und zielstrebig fort mit der Klaviersonate A-Dur. Das bekannte Ausgangsmotiv wurde am Ende wieder aufgenommen und mündete in einen sehr zuversichtlichen, freudigen Ton.

Dass im Advent Gottes etwas Fremdes und Gewaltiges auf die Menschheit zukommt, deuteten die beiden Chopin-Stücke an: Nämlich die Polonaise-Fantasie As-Dur op 61 sowie die Nocturne c-Moll. Sie eröffneten in Kontrast zu Mozart neue Klangräume und deuteten mit Klängen wie von fern den Weg zur Weihnacht an. Zum Abschluss gab es die Andante spianato et grande polonaise brillante in Es-Dur op 22 mit spielerisch -luziden Tonfolgen und vielen Wechseln von leise zu laut.

Von der Zuhörerschaft gab es begeisterten Applaus für eine Stunde Klaviermusik mit höchster Präzision und Ausdrucksstärke.

Bildzeile(:von links)  Der japanische Pianist Dai Asai stimmte am Vorabend des 1. Advents die zuhörende Gemeinde ein auf das, was im Advent auf sie zukommt.

Nach dem Konzert danken viele Besucherinnen und Besucher dem Pianisten für seinen Vortrag.

Die frühere Mitarbeiterin der Petrusgemeinde, Walburg Speitel, die selbst Klavier spielt,  freut sich über das jährliche Wiedersehen mit Dai Asai.

Invitation-Chor präsentierte vielseitiges Konzert in der Dreifaltigkeitskirche

Ein Konzert mit geistlichem Mehrwert präsentierte am 2. Adventssonntag, dem 8.Dezember, auf vielseitige Weise der Chor „Invitation“ der Städtischen Musikschule Herne unter der Leitung von Joachim Stückemann.

Schon die Ankündigung des ersten Stückes „Kein Ohr hat mehr gehört solche Freude“ (Wachet auf, ruft uns die Stimme, aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy) war ein Wegweiser dafür, wohin es in der Adventszeit geht, nämlich in Richtung Weihnachten. Dabei zogen der sechzigköpfige Chor zusammen mit Solisten und Ensembles alle Register ihres Könnens. Die besondere Akustik in der in die Breite gebauten, voll besetzten Dreifaltigkeitskirche, verlangte den Stimmen Einiges ab.

Deutschsprachige Lieder und Stücke hielten sich die Waage mit den Kompositionen aus dem angelsächsischen Bereich. Die ruhigen und meditativen Stücke bildeten schließlich die Grundlage für die gesteigerte Freude, mit der man schließlich beim Weihnachtsfest ankam.

Zur meditativen Atmosphäre trugen auch die Instrumentalstücke von Dario Rosenberger (Waldhorn) und Gerald Gatawis (Klavier) bei. Das „canto serioso“ für Horn in F und Klavier des dänischen Komponisten Carl Nielsen beeindruckte genauso wie das „Kaddish für Horn solo“ aus der jüdischen Tradition.

Zwei Solistinnen, nämlich Annemarie Herling und Annabell Schüppen, zeigten im Sopran ihr Können beim Requiem „Pie Jesu“ aus der Bearbeitung von Andrew Lloyd Webber, das laut Programm 1986 als beste zeitgenössische Komposition ausgezeichnet wurde.

Dass der Advent auch schöpfungstheologisch betrachtet und gefeiert werden kann, zeigte das Stück „Schau auf die Welt“, das John Rutter als Loblied auf die wunderbare, aber vom Menschen stark bedrohte Schöpfung, geschaffen hat. Der Advent Gottes ruft die Menschen zur Umkehr, damit sich die Freude am Heiland der Welt wirklich eine Bahn brechen kann. Anders war Weihnachten noch nie zu haben.

Insofern war es im Gesamteindruck ein wirklich inspirierendes Konzert, das mit mehreren Zugaben abgeschlossen und von immer wieder begeisterndem Beifall begleitet wurde.

Horst-Hermann Bastert

Gerald Gatawis am Klavier

Foto: Kai Grothe

Fragen des Gottesdienstes und Wahlen im Mittelpunkt

Gemeindeversammlung der Petrusgemeinde im Lutherhaus

Am Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres trafen sich die Gemeindeglieder der Petrus-Kirchengemeinde nach einem zentralen Gottesdienst im Lutherhaus in Herne-Süd zur jährlichen Gemeindeversammlung. Hauptthema war der Beginn des Wahlvorschlagsverfahrens für die Wahlen zum Presbyterium am 1. März 2020.

Über den derzeitigen Stand der Gemeindearbeit berichtete Pfarrerin Birgitta Zeihe-Münstermann. Sie bedankte sich bei  den Mitarbeitenden für die Unterstützung bei der Durchführung eines Kirchenasyls und benannte als wichtigen Arbeitsschwerpunkt der Gemeinde die Zusammenarbeit mit den drei Kindertageseinrichtungen der Gemeinde, insbesondere die offizielle Einweihung der Christuskirche als „Kinderkathedrale“.

Bei der sich anschließenden lebhaften Aussprache votierte die Versammlung für die Beibehaltung der Uhrzeit zentraler Gottesdienste um 10 Uhr. Der Einsatz von Beamertechnik  in den Gottesdiensten des Lutherhauses sollte mit Augenmaß und abgestimmt auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden erfolgen.

Jubilare mussten vor fünfzig und mehr Jahren viel auswendig lernen Dreizehn Konfirmationsjubilarinnen und -jubilare, vier Männer und neun Frauen, ließen sich am ersten Sonntag im November in der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp erneut persönlich segnen. Anlass waren jeweils die Goldene, Diamantene, Eiserne und Gnadenkonfirmationen. Gisela Owsianny aus Herne wurde im März 1945, kurz vor Kriegsende, in Mecklenburg, in der Nähe von Wismar konfirmiert. Zur Kirche spannte der Bauer extra seine beiden Pferde an, um sie mit der Kutsche zur Kirche zu fahren. Allerdings waren schon seit Tagen die Geschütze der herannahenden Ostfront zu hören.

Helmut Reko, Eiserner Konfirmand, erinnerte sich an sein Konfirmationsjahr 1954, in dem er mit anderen Jugendlichen das Weltmeisterschaftsendspiel Deutschland gegen Ungarn in der Gaststätte Hartmann am Fernseher mit verfolgen durfte. Allerdings musste die Jugend dabei auf dem Fußboden sitzen. Gejubelt werden durfte natürlich.

Am weitesten angereist war Pfarrer Udo Köhnen aus Darmstadt. Er war 1969 durch Pfarrer Konrad Pook konfirmiert worden, dem er später im Theologiestudium für das viele Auswendiglernen dankbar war. In Lieder- und Bibelkunde konnte er später sein Examen sehr gut abschließen.

Den festlichen Konfirmationsgottesdienst gestaltete musikalisch der Gemeindechor „Multiple Voice“  unter der Leitung von Organist Axel Lask. Dass nach Psalm 91 Gottes Wahrheit „Schirm und Schild“ in vielen Gefahren des Lebens ist, davon predigte Pfarrer Horst-Hermann Bastert auch in Anknüpfung an die Reformationsbotschaft.

Im Seitenschiff der Dreifaltigkeitskirche gab es an schön geschmückten Tischen ein festliches Essen mit den Jubilaren, Gemeindemitarbeitern und weiteren Gästen.

Bildzeilen: Neun Frauen und drei Männer feierten in der Dreifaltigkeitskirche ihre Jubiläumskonfirmationen und tauschten anschließend ihre Erinnerungen aus. (Foto: Kirsten Weber)

Unter den Jubiläumskonfirmanden befanden sich auch zwei Ehepaare: im Hintergrund Ursula und Jürgen Winkelmann.

Der Gemeindechor „Multiple Voice“ unter der Leitung von Axel Lask erfreute die Gottesdienstgemeinde mit drei Liedsätzen.

Pfarrer Horst-Hermann Bastert bei der persönlichen Segnung.

Fotos: Günter Mydlak

Gemeindechor:Multiple Voice

Jubiläumskonfirmation in der Lutherkirche 

Mit Kompositionen von Dieterich Buxtehude, dargeboten auf ihrer Querflöte, hat Organistin Brigitte Wilms Gemeinde und siebzehn Jubilarinnen und Jubilare an der Jubiläumskonfirmation der Petrus-Kirchengemeinde Herne in der Lutherkirche erfreut. Pfarrerin Birgitta Zeihe-Münstermann stieß nach dem festlichen Gottesdienst mit vier Gnaden-, sieben Eisen-, je drei Diamant- und Goldkonfirmandinnen und -konfirmanden nach dem Festgottesdienst mit einem Glas Sekt an und begleitete sie dann zum Beisammensein mit Angehörigen zum Essen in ein nahe gelegenes Restaurant

SI / FOTO: FW SIEPMANN

 

Danke für Alles, was du gibst

Für einige Kinder aus der U-drei-Betreuung war es der erste Familiengottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche: der Erntedankgottesdienst am ersten Sonntag im Oktober. Mehr als die Hälfte aller Kindergartenkinder waren mit ihren Eltern, Großeltern und Angehörigen in die Kirche gekommen, um ‚Danke‘ zu sagen. „Trotz eines weiteren Dürresommers mit deutlich weniger Regen, konnten wir wieder Vieles ernten“, hieß es nach dem Einzug der Kinder bei der Begrüßung. Äpfel, Rotkohl, Blumen, Kartoffeln, Kuchen und Brot nannten die Kinder und sagten auch gleich an, wie man mit diesen Gaben umgehen und sie zubereiten kann. Dass die Herbstzeit eine schöne Jahreszeit ist, die Kindern und Erwachsenen Spaß macht, trugen sie mit Liedern und mit einem Erntetanz vor. Pfarrer Bastert wies in seiner Ansprache auf das Hoffnungszeichen des Regenbogens und der biblischen Verheißung hin.

Bildzeile: Ohne Sonne und Regen sind wir Menschen verloren. Das machte sich eine große Gottesdienstgemeinde aus Jung und Alt am Erntedankfest 2019 bewusst.

Fotos: R. Buschmann

Am 24.9.2019. brach der Männerkreis,

Gemeindebereich Dreifaltigkeit,

zu einen Besuch ins Heimatmuseums „Unser-Fritz“ auf.

Dabei konnte ein interessanter Einblick in die Geschichte

unserer Stadt, sowie eine Zeitreise durch acht Jahrzehnte,

die Geschichte des Ruhrgebietes erkundet werden.

Foto: von links

Willi Buschmann, Pfarrer Horst Bastert, Karl Dawin, Manfred Weigt

und Amin Mohammadi, nicht im Bild, Rüdiger Buschmann

 

Mit zwei verschiedenen Angeboten zum Bogenschießen beteiligte sich das Offene Haus am Regenkamp beim diesjährigen Mitmachtag des Stadtjugendringes. Gerade jüngere Kinder im Grundschulalter hatten Spaß daran, mit Pfeil und Bogen erste Versuche zu machen. Zum einen galt es, eine Zielscheibe zu treffen oder aufgestellte Dosen abzuräumen.

Die Konfirmandengruppe des Bereiches Dreifaltigkeit hatte alle Hände voll zu tun, um dem Bedarf nachzukommen. Auch die Waffelbäckerei und der Kaffeeausschank wurden ohne Pause in Anspruch genommen. Begleitet wurden die Jugendlichen dabei von Mitarbeiter Mark Tucholski und Bettina Kehres.

 

In die Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp der Evangelischen Petrus-Kirchengemeinde Herne sind am Tag des offenen Denkmals, dem 8. September,  mehrere Personen gekommen, die das Kirchengebäude zum ersten Mal betreten haben. „Ich bin erstaunt, wie groß die Kirche von innen ist“, äußerte ein Nachbar, der die Kirche von außen seit langem kennt. Pfarrer Horst-Hermann Bastert und Laienprediger Rüdiger Buschmann konnten mehrmals die Geschichte der Dreifaltigkeitskirche erzählen, die als ein Kirchenbau der „Nachkriegsmoderne“ viele Besonderheiten aufweist. Dass die Kirchenfenster aus Dresdner Glas freie Kompositionen von Industrieformen wie Tiegel, Kokille und Bramme zeigen, erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Dass Architekt Herwarth Schulte auch verantwortlich für den Wiederaufbau der kriegszerstörten Dortmunder Hauptkirche St. Reinoldi war und seine Tochter, Hilde Hoffmann-Schulte, die fünf großen Glasfenster entworfen hat, ist nur wenigen Hernern bekannt. Im Blickpunkt des Interesses stand ebenfalls das Polyesterkreuz in gotischer Form, das der damalige Herner Künstler Heinrich Brockmeier der Dreifaltigkeitskirche im Jahr 1974 geschenkt hatte. Den ganzen Sonntag über gab es im Seitenschiff der erweitert genutzten Kirche im Herner Süden Kaffee und Kuchen. Irmhild Hartmann hatte mit ihrem Team dafür gesorgt, dass eine optisch ansprechende, zur Kommunikation einladende  Atmosphäre im Kirchenschiff herrschte.

Am Tag des Offenen Denkmals freuten sich Mitarbeiter der Gemeinde über das Interesse von Besuchern: hier Laienprediger Rüdiger Buschmann, Leiterin Irmhild Hartmann und Kirchmeister Jürgen Winkelmann, (rechtes Foto: Siepmann)

Sommerlicher Ausflug auf See

Die Frauenhilfe Dreifaltigkeit der Petrus-Kirchengemeinde Herne kommt seit einiger Zeit zu ihren regelmäßigen Treffen im Kirchenschiff der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp zusammen. Nun stach sie am letzten Mittwoch im August in See: auf dem Hengsteysee bei Hagen unternahm die fünfzigköpfige Gruppe eine zweistündige Schiffsfahrt bei durchaus sommerlichen, aber durch den Fahrtwind angenehmen Außentemperaturen.

Zu sehen gab es auf der Fahrt unter Anderem zahlreiche Wasservögel sowie das Industriedenkmal „Koeppchenwerk“,  ein Pumpspeicherkraftwerk zur umweltfreundlichen Stromerzeugung. Von ferne grüßte das Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit der Ruine der Hohensyburg.

Am Nachmittag ging es weiter nach Iserlohn-Letmathe zum Bibelgarten der Evangelischen Friedenskirche. Die Frauen und einige Männer staunten über den vor zwei Jahren eingeweihten Kirchgarten mit einer großen Anzahl von kleinen und auch größeren Pflanzen, die in der Bibel vorkommen. Zur Jahreszeit passten auch einige Weinstöcke mit bereits ansehnlichen Trauben.

Bildzeile: Leiterin Irmhild Hartmann freute sich darüber, dass es bei Antritt der Fahrt zum Hengsteysee keine Absagen gab. Alle wollten beim sommerlichen Ausflug nach Hagen und Iserlohn dabei sein.

von links: Start in den Tag 2/ alle sind an Bord 3/Erholung im Sommergarten im Schiffswinkel 4/ warten auf „Durstlöscher“ 4-6/ Nun fahren wir übern See übern See…. 7/ im Bibelgarten

Text: H. Bastert, Fotos: H.Bastert, R. Buschmann